Firmenlink

 

Retro: Winamp im Browser nutzen

Totgesagte leben länger: Winamp ist ein Klassiker, mit dem sich MP3-Musik abspielen lässt. Es gibt ihn jetzt auch als Onlineversion.

von dpa 26.10.2017

Netscape, ICQ, AltaVista und Napster: Wer bei diesen Begriffen in Erinnerungen schwelgt und mit nostalgischer Wehmut an die Zeit um den Jahrtausendwechsel denkt, der kennt ganz sicher auch Winamp.

Das kostenlos erhältliche Programm war damals der MP3-Spieler Nummer 1 für Windows-PCs. Musik und Winamp – das gehörte für viele damals untrennbar zusammen.

MP3s von der Festplatte laden

Nun hat ein findiger Entwickler eine Webversion von Winamp programmiert. Ausser im Internet Explorer läuft sie in allen Browsern und lässt sich sofort nutzen – eine Anmeldung oder Ähnliches ist nicht nötig. Beim ersten Aufruf zeigt sich Winamp mit seinem klassischen Interface – auch Skin genannt. Weitere Skins stehen zur Auswahl.

Der MP3-Player Winamp ist zurück – und zwar als Onlineversion Der MP3-Player Winamp ist zurück – und zwar als Onlineversion Zoom© jordaneldredge.com/dpa Foto

Direkt von der Festplatte lassen sich MP3-Dateien in den Player laden und abspielen. Start und Stopp, Lautstärkeregler, Shuffle-Modus und sogar der Equalizer zur Tongestaltung sind mit an Bord – so, wie man das aus den Anfangstagen des MP3-Hypes noch kennt. Laut Entwickler soll auch eine Playlist-Funktion dabei sein, allerdings scheint diese derzeit nicht zu funktionieren. So lassen sich Lieder immer nur einzeln laden und abspielen.

Das Original von Winamp erblickte 1997 das Licht der Welt und hat bis heute eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Zwischendurch gehörte das Programm zu AOL, dem Medienkonzern, den man hierzulande ebenfalls eher noch aus früheren Internettagen kennt. Seit einigen Jahren wird Winamp aber nicht mehr weiterentwickelt, die letzte aktuelle Version für Windows stammt vom Dezember 2013.

Tags: Winamp, MP3

    Kommentare

    • karnickel 31.10.2017, 10.15 Uhr

      Nun, ich war grosser Fan. Jedoch wegen der vielen kleinen Dinge, die man in Winamp einstellen konnte, die bei dieser Javascript-Implementierung natürlich fehlen. "Seit einigen Jahren wird Winamp aber nicht mehr weiterentwickelt..." Bereits zuvor hatte AOL das Teil leider absolut massakriert. Als Firma, die im aktuellen Jahrhundert nur noch aus einer Marketingabteilung ohne was dahinter zu bestehen scheint, hatte sie den Player unbrauchbar werdend verbastelt und mich zehn Jahre vor dem letzte[...]

    weitere Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.