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E-lection Days

Das Internet ist beim Wahlkampf um das Amt des US-Präsidenten der stärkste Helfer.

blue_quad von Bruno Habegger (07.02.2000)

Alle Präsidentschaftskandidaten leisten sich opulente Internet-Seiten. Mit ihren E-Kampagnen wollen sie nicht nur informieren, sondern ihre Wähler auch ermutigen, andere, potenzielle Wähler anzuwerben. John McCain [1], republikanischer Kandidat, hat zum Beispiel landesweit 50000 E-Mails an Wahlhelfer verschickt. Innerhalb von zwölf Stunden hätten sich 1100 Anhänger gemeldet, heisst es in einem Bericht von "Time". Steve Forbes [2] will das Internet nutzen wie John F. Kennedy das Fernsehen. Rund zwei Millionen Franken soll er für seinen Internet-Auftritt ausgegeben haben - mehr als jeder andere Kandidat. Al Gore [3], der sich auch schon mal als "Erfinder des Internet" pries, glänzt auf seiner Page mit viel Material. Ihm steht Bush jun. [4] in nichts nach. Und schon gar nicht im Merchandising-Bereich. Buttons lassen sich herunter laden, T-Shirts und andere Devotionalien mehr bestellen. Praktisch für die Partei: Spenden können ohne Umschweife online mit der Kreditkarte bezahlt werden.

Unsere Politiker dagegen sind internetmässig gesehen, immer noch Hinterwäldler. Wer, wereliwer ist aber den von ihm "classe politique" geschimpften Kolleginnen und Kollegen "oben in Bern" voraus: Der Blocher, Christoph. Seine Site [5] ist modernisiert worden, bringt seine Ideen und Ideologien unters Internet-Volk. Seine Papiere lassen sich - teuer zwar - online ordern. Aber das Internet entlarvt auch die Inkonsequenten: Den Realplayer G2, den empfiehlt Schweiz-Abschotter Blocher "zum Download aus den USA".



  


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