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Das Matterhorn liefert Onlinedaten

Ein Team von Mitgliedern mehrerer Schweizer Hochschulen erforscht derzeit die Auswirkungen der Klimaerwärmung am Matterhorn. Mit Sensoren, Kleinstcomputern und Funkstationen werden laufend Daten vom Hörnligrat geliefert. Diese sollen den Forschern helfen, das Wesen des Permafrosts zu verstehen.

blue_quad von Jens Stark (15.10.2008)

Die Mini-Messstationen von PermaSense am Matterhorn sind gut gegen die Unbill der Natur geschützt, z. B. gegen Steinschlag oder Temperaturen bis minus 40° CvergrößenDie Mini-Messstationen von PermaSense am Matterhorn sind gut gegen die Unbill der Natur geschützt, z. B. gegen Steinschlag oder Temperaturen bis minus 40° C Der Hitzesommer 2003 brachte es an den Tag: Die Klimaerwärmung beeinflusst auch die Permafrostgebiete in den Alpen. So stürzten damals am berühmten Hörnligrat des Matterhorns grosse Felsmassen in die Tiefe. Von Permafrost spricht man, wenn mindestens während zwei Jahren die Temperatur im Boden nicht über Null Grad Celsius steigt.

Ein Team von Forschern der ETH Zürich und ETH Lausanne sowie der Universitäten Basel und Zürich wollen nun im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts PermaSense das Gebaren des Permafrosts im Hochgebirge genauer unter die Lupe nehmen. Aus diesem Grund haben sie diesen Sommer zahlreiche Sensoren am Hörnligrat angebracht. Diese messen den Eis- und Wasserdruck sowie die Temperatur sowohl im Fels als auch in den Klüften. Ihre Daten liefern sie laufend an sogenannte Sensorknoten. Das sind an der Felswand angebrachte Kleinstcomputer. Die streichholzschachtelgrossen Geräte haben eine Speicherkapazität von einem Gigabyte und eine spezielle Batterie, die drei Jahre lang Strom liefert. Die Knoten füttern wiederum eine zentrale Basisstation, welche die Daten über das Handy-Netz ins Internet einspeist. Dort können die Wissenschaftler dann das Geschehen am Berg verfolgen. Die Forscher hoffen, erste Aussagen über die Permafrostsituation nächstes Jahr machen zu können.



  


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