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Junge Schweizer stehlen Musik

Die Schweizer Bevölkerung ist der Meinung, dass Komponisten und Musiker für die Nutzung ihrer Werke - auch für das private Kopieren - Geld erhalten sollen. Nur Junge stöbern im Netz viel und gerne nach Gratismusik.

blue_quad von Sandra Adlesgruber (19.05.2009)

Junge zahlen nur ungern für MusikvergrößenJunge zahlen nur ungern für Musik Eine Umfrage der Suisa (Schweizerische Gesellschaft für die Rechte der Urheber musikalischer Werke) zeigt, dass die Eidgenossen Kunstformen wie Musik, Literatur, Kino, Film, Malerei, Tanz und Theater für wichtig erachten. Dies trifft auf 70 Prozent der Befragten zu. Der durchschnittliche Musikkonsum liegt gar bei 3,2 Stunden pro Tag. Die Liebe zur Kunst spiegelt sich auch in der Wertschätzung wider: 91 Prozent sind der Meinung, dass die Beteiligten bezahlt werden sollen, wenn ihre Werke gesendet oder aufgeführt werden. 77 Prozent finden auch, dass Musikschaffende für das Kopieren ihrer Werke entschädigt werden sollen. Je höher das Alter und je höher der Bildungsstand, desto eher erfolgte die Zustimmung.

Die unter 35-Jährigen haben eine andere Vorstellung: 30 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe sind einer Kopierentschädigung gegenüber kritisch eingestellt. Auch zeigt die Untersuchung, dass Jugendliche immer öfter via Handy ihrem Musikgenuss frönen.

Musik aus dem WWW
Nur ein Viertel aller Befragten bezieht Musik aus dem Internet. Bei den U-35-Personen sind es bereits 43 Prozent. Diese Gruppe bezieht sogar mehr Gratismusik aus Tauschbörsen als sie über Shops erwirbt. Rund ein Fünftel verschafft sich pro Monat mehr als 15 Lieder.

Der Altersunterschied macht sich auch beim Kopieren von Werken bemerkbar. Bei den über 50-Jährigen nutzt nur jeder Zehnte diese Möglichkeit, während es mehr als die Hälfte der unter 35-Jährigen regelmässig tut.



  


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