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«Facebook Privatsphäre» - eine Augenwischerei?

Mark Zuckerbergs einlullende Worte vor einigen Tagen können nicht darüber hinwegtäuschen: Die neuen «Privatsphären»-Einstellungen führen zum Daten-Zwangs-Striptease.

blue_quad von Gaby Salvisberg (10.12.2009)

Anfang Dezember hatte der Gründer des sozialen Netzwerks angekündigt, seiner Benutzergemeinde nützliche Werkzeuge zur Kontrolle der Privatsphäre in die Hand zu geben. Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut.

Zwar hat der Nutzer etwa bei Fotos oder Statusmeldungen mehr Kontrolle. Was aber bei vielen Facebook-Usern für Unmut sorgt, sind jene Elemente, die ab sofort für jeden in Facebook zugänglich sind. Das wären:

  • Profilbild

  • Name

  • Liste der Freunde

  • Netzwerk, dem man angehört

  • die Stadt

  • Seiten, von denen man Fan ist

Wie ein Artikel bei dotrights.org meldet, gehören diese Daten jetzt zu den «Publicly Available Informations» («Öffentlich verfügbare Informationen»), kurz PAI. Die sind nicht frei wählbar. Es sind keine Einstellungen mehr darüber zu finden, wer etwa die Freundesliste oder die Fanseiten sehen darf.

Die Begrüssungsmeldung, die seit gestern Nacht den Anwendern beim Einloggen serviert wird, scheint sich damit in zynischer Weise mehr als nur zu bewahrheiten: «Gleichzeitig helfen wir allen Personen dabei, sich gegenseitig zu finden und miteinander zu verbinden, indem wir einige Informationen - wie deinen Namen und dein Profilbild - öffentlich sichtbar machen».



  


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