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Megaupload: Kim Dotcom bleibt in Haft

Die verhafteten Betreiber des Filesharing-Dienstes Megaupload kommen nicht auf Kaution frei. Derweil warnen Sicherheitsexperten von «falschen» Megaupload-Diensten.

blue_quad von Jens Stark (23.01.2012)

Die in Neuseeland verhafteten Betreiber von Megaupload, unter ihnen der berüchtigte deutsche Hacker Kim Dotcom, bleiben hinter Gittern. Auf das Gesuch, auf Kaution freigelassen zu werden, gingen die Richter in Auckland nicht ein. Es bestehe Fluchtgefahr, hiess es in der Begründung. Das Gericht wird sich zudem mit einem Auslieferungsgesuch der USA befassen müssen. Dort könnte der Hauptverantwortlichen Dotcom zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren verurteilt werden.

Kommt nicht auf Kaution frei: Kim DotcomvergrößenKommt nicht auf Kaution frei: Kim Dotcom Derweil bleibt die Megaupload-Seite down. Sie sei von den US-Behörden beschlagnahmt, heisst es unter der entsprechenden URL. Das hindert diverse Phisher nicht daran, falsche Megaupload-Seiten ins Web zu stellen. Diese sind allerdings nicht unter dem offiziellen Domainnamen erreichbar. Vielmehr führen gewisse Verschreiber dazu, dass man auf Seiten mit einer IP-Nummer als Adresse umgeleitet wird. Sicherheitsexperten warnen vor solchen Sites. Bei diesen handle es sich fast ausschliesslich um Phishing-Versuche.

Das Nachsehen haben bislang rechtmässige User von Megaupload, die den Dienst genutzt haben, um eigene Files dort aufzubewahren. Sie kritisieren denn auch das Vorgehen der Behörden. «Es gab keine Vorwarnung, dass die Seite geschlossen wird», meint einer. «Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich meine Dokumente vorher noch schnell heruntergeladen.»



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