CES: Google/Lenovo bringen 3D-Smartphone

Das neue 3D-Smartphone mit eingebauter Augmented Reality soll weltweit im Sommer auf den Markt kommen und weniger als 500 US-Dollar kosten.

von Michael Kurzidim 08.01.2016

Lenovo und Google stehen kurz vor der Fertigstellung eines mobilen 3D-Geräts, das die Eigenschaften von Smartphones und VR-Brillen (Virtual Reality) kombiniert. Das Display wird dabei zu einer Art Fenster, in dem digitale Informationen und Gegenstände der physischen Welt eingeblendet werden können. Das neue Smartphone werde weniger als 500 US-Dollar kosten und - weltweit - diesen Sommer auf den Markt kommen, gab Lenovo auf der Consumer Electronics Show (CES) bekannt. Das Display misst zwischen 6 und 6,5 Zoll (zwischen 15,25 und 16,5 Zentimeter), im Innern werkelt ein Qualcomm Snapdragon-Prozessor.

Soll im Sommer kommen: Lenovos 3D-Smartphone Soll im Sommer kommen: Lenovos 3D-Smartphone Zoom© Lenovo

Grundlage für die Innovation ist die Kameratechnik von Googles Project Tango. Smartphones erkennen und vermessen mithilfe zusätzlicher Sensoren ihre Umgebung in 3D. Tango-fähige Geräte erkennen Orte wieder, an denen sie schon einmal waren - zum Beispiel das Wohnzimmer oder Büro des Benutzers sowie öffentliche Plätze. Das Bewegungs-Tracking funktioniert nicht nur im Freien, sondern - sehr granular - auch in geschlossenen Räumen. Die Geräte reagieren auf jede Bewegung ihres Benutzers. Kunden könnten damit in einem grossen Einkaufszentrum bestimmte Artikel finden.

Sprengt die Grenzen des Touchscreens

«Mittels Tango wird das Smartphone zu einem magischen Fenster in die physische Welt, wo es Raum und Bewegung wahrnimmt und somit über die Grenzen eines Touchscreens hinausgeht», sagt Johnny Lee, Project Tango Lead bei Google. Augmented-Reality-Apps haben nicht nur im Consumer-, sondern auch im Business-Markt grosses Potenzial. Entscheidend für den Markterfolg im Sommer aber werden Killer-Apps sein, die einen echten Mehrtwert bringen. Google finanziert vielversprechende App-Projekte auf seinem App Incubator. Entwickler können sich dort mit ihren Ideen bis zum 15. Februar bewerben.

Tags: CES 2016

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