Content is King: Schweizer Onlinehandel im Aufschwung

Der Absatz im Schweizer Onlinehandel hat sich von 2012 zu 2013 um 550 Millionen auf 6,25 Milliarden Franken erhöht. 78 Prozent aller Schweizer informieren sich online vor dem Kauf.

von Simon Gröflin 02.07.2014

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Demografische Verteilungsrate von Schweizer Internetnutzern (Quelle: digitalesmarketingheute.com) Demografische Verteilungsrate von Schweizer Internetnutzern (Quelle: digitalesmarketingheute.com) Zoom Der Schweizer Onlinehandel ist im vergangenen Jahr mit einem Anstieg von 9,7 Prozent fast zweistellig gewachsen. In Franken entspricht das einem Zuwachs von 550 Millionen Franken auf 6,25 Milliarden Franken, wovon 4,6 Milliarden Franken von Privatpersonen bezahlt wurden. Onlinehandel macht aber nach wie vor nur 6,4 Prozent des gesamten Schweizer Detailhandelsvolumens aus. Um dem enormen Wachstumspotenzial Herr zu werden, müssen Onlinehändler sich wandelnden Herausforderungen stellen.

Das Beherrschen der Balance zwischen Werbung und organischer Suche (der Suche mit reinen Suchergebnissen) sichert Google hierzulande nach wie vor die Monopolstellung mit 94 Prozent Marktanteil, folgert die Digital Marketing Schweiz. Die unterhaltsame Infografik von Digitales Marketing Heute aus Quellen von Marktforschungsinstituten und der Uni St. Gallen visualisieren unter anderem, dass sich 78 Prozent aller Schweizer vor einem Kauf online informieren.

Schweizer Teenager immer noch auf Facebook

Auch die sozialen Netzwerke spielen weiterhin eine wichtige Rolle. Auf Facebook sei die Schweizer Demografie am ausgewogensten. Es sei ausserdem ein Trugschluss zu glauben, dass Schweizer Teenager nicht mehr allzu aktiv auf Facebook vertreten seien, auch wenn sie die «sprunghafteste Nutzergruppe» ausmachen. Twitter spielt allerdings nach wie vor eher bei Journalisten und Marketingmitarbeiter eine Rolle.

Die E-Commerce-Zukunftsprognosen

Die Welt der digitalen Vermarktung muss aber am Ball bleiben. Das Tempo der Veränderungen von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken nimmt zu. So veränderte Facebook beispielsweise in einem «Frühjahresputz» die Richtlinien für Sponsored Stories und Twitter erfand seine «Twitter Cards», um Seitenbetreibern mehr Spielraum beim Aussehen von eingebetteten Tweets zu ermöglichen. Es dürfte daher für Unternehmen immer anspruchsvoller werden, fortwährend in mehreren Kanälen mit dem richtigen Know-how zu interagieren.

Google werde weiterhin Qualität und Einzigartigkeit von Seiteninhalten höher bewerten als beispielsweise Treffer aus reinen Verzeichnisportalen wie Gate24.ch oder Suche.ch, folgert der Bericht. Gleichwohl wird sich für Unternehmen vor allem die Qualität einzigartiger Inhalte mit deren gezielten Vermarktung durchsetzen. Suchoptimierung wird immer mehr zu einer Königsdisziplin aufgrund des erhöhten Wettbewerbs für Schlagwörter (Tags). Das Nutzerverhalten bei der Suche und auf sozialen Netzwerken sei stark von Sprache und Kultur abhängig.

Richtungsweisend für Vermarktung werden weiterhin soziale Netzwerke und mobile Seitenaufrufe mit lokalem Bezug sein. Darüber hinaus steht ein Kampf der TV-Formate mit neuen Streaming-Diensten wie Netflix und Hulu unmittelbar bevor, deren Anzeigeformate ebenfalls neues Potenzial bergen. Frühzeitig zu erkennen, ob der Konsument für TV-Werbung mittel- bis langfristig im Kabelfernsehen verweilt oder dann auf Streaming-Dienste ausweichen wird, dürfte eine weitere Herausforderung für Unternehmen sein.


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