Google zeigt Weltkulturerbe in 3D

Google erweitert seine Anwendung Arts & Culture mit virtuell begehbaren 3D-Modellen von bedrohten Sehenswürdigkeiten.

von Simon Gröflin 17.04.2018
Bildergalerie Google: Projekt «Open Heritage» Google: Projekt «Open Heritage» 5 Fotos Zoom

Der 3D-Modellierungsarchitekt Ben Kacyra konnte den Taliban nicht mehr länger dabei zusehen, als diese in der afghanischen Stadt Bamiyan 1'500 Jahre alte buddhistische Statuen zerstörten. Da er selber an der Konzeption eines millimetergenauen 3D-Lasersystems beteiligt war, gründete er damals die Organisation CyArk, welche nach Angaben von Google bisweilen das detaillierteste und grösste digitale 3D-Archiv für bedrohte Kulturstätten angelegt hat.

Die Laserscans sollen den Restauratoren auch Anhaltspunkte über beschädigite Strukturen liefern. Zusammen mit dem Suchmaschinenkonzern haben die beiden Unternehmen inzwischen das digitale Konservierungsprojekt «Open Heritage» gestartet. In der App «Google Arts & Culture» kann man nun nebst zahlreicher Museen der ganzen Welt auch 25 hochdetaillierte 3D-Modelle weltberühmter Bauwerke von aussen und innen betrachten.

Bereits vor einer Naturkatastrophe digital konserviert haben die Spezialisten beispielsweise den Bagan-Tempel «Ananda Ok Kyaung» von Myanmar, der seit einem Erdbeben von 2016 virtuellen Besuchern weiterhin erhalten bleibt. Sämtliche Strukturen des 1242 errichteten Tempels und die von 25 weiteren ikonischen Gebäuden aus 18 Ländern der Welt können nun in 3D am Computer oder mittels Schwenken über das Smartphone oder auch mit einer Virtual-Reality-Brille wie Daydream oder Cardboard betrachtet werden. 

Zeitreisen in 3D oder VR

Erkunden kann man die sehenswerten 3D-Modelle entweder in 3D per Mausklick auf der Open-Heritage-Projektseite oder über die App «Google Google Arts & Culture», die es gratis für Android und iOS gibt. 

Tags: Google, VR

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