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Hoppla: Kleinkind kauft Büromöbel auf Ricardo für 600 Franken

Ein zweijähriges Mädchen drückt auf dem Smartphone ihres Vaters herum und kauft auf Ricardo ein Möbel für 600 Franken. Gilt der Vertrag?

von Simon Gröflin 17.02.2016

Ein Kleinkind surfte für kurze Zeit auf dem Handy des Vaters, als dieser es für einen kurzen Moment unbeaufsichtigt liess. Dabei drückte die 2-Jährige auf der Ricardo-App herum und ersteigerte so ein Büromöbel im Wert von 600 Franken. Von einem solchen Fall berichtet das Radiomagazin «SRF Espresso». Der Vater reagierte kurz darauf und einigte sich mit dem Verkäufer, den Kauf zu annullieren.

Allerdings, und das dürfte den Vater verärgert haben, musste er nachträglich dennoch die 40-fränkige Einstellgebühr entrichten. Dem Online-Marktplatz sind solche Fälle bekannt. Die Verantwortung liege immer beim Besitzer des Kontos, wie Mediensprecher Simon Marquard dem Konsumentenmagazin antwortet. Bei einem kleinen Kind sei zudem eine erhöhte Sorgfaltspflicht angezeigt, die in diesem Fall offenbar nicht erfüllt werden konnte.

Ratschläge im Umgang mit Smartphones und Kleinkindern

Die Kassensturz-Rechtsexpertin Gabriela Baumgartner bestätigt dem SRF Espresso, dass Eltern im konkreten Fall bei den angefallenen Gebühren das Nachsehen hätten. Ein Verkäufer könne aber nicht darauf beharren, dass Eltern das Möbel kaufen, zumal minderjährige Kinder keine rechtsgültigen Verträge abschliessen können. Jedoch dürfte sich ein Beweis seitens der Eltern als schwierig erweisen. Daher lohne es sich immer, mit dem Verkäufer eine Lösung zu finden. Dazu rät auch Ricardo.

Es gibt diverse Möglichkeiten, wie Sie Ihr Smartphone optimal vor Kinderhänden schützen können. Naheliegend ist in erster Linie natürlich immer eine Bildschirmsperre. In zweiter Linie können Sie etwa App-Zugriffe beschränken. Umfassende Tipps zum Thema verrät unser Praxisartikel «Kindersichere Smartphones: So gehts!».


    Kommentare

    • dbaechli 17.02.2016, 19.46 Uhr

      "..ersteigerte so ein Büromöbel im Wert von 600 Franken" Ich verstehe nicht ganz, wieso CHF 40 Gebührenkosten enstehen? Ausser, wenn das Möbel mit der CHF 40 Promotion-Einstellgebühr erfasst wurde. Und dann müsste ich sagen: sehr unsympathisch und ein bisschen typisch seitens ricardo, auf die Gebühr zu bestehen, zumal der Verkäufer das Möbel ja sicher nochmals neu einstellt (Re-Aktivierung??). Aber als Online-Auktions- und Verkaufs-Platform mit quasi Monopol-Stellung kann man sich das e[...]

    • gucky62 17.02.2016, 21.19 Uhr

      Naja der Sperrbildschirm nutzt bei kleinen Kindern leider nicht sehr lange etwas. Sie bekommen ganz schnell mit wie der Code lautet. Und dann wird einfach die Eingabe es Endsperrcodes nachgemacht. Eien Kollegin musste dies auch schon mehrlamsl bei Ihren Apple Devices mit den beiden Kindern feststellen. Fingerabdruck-Scanner wird da noch am meisten funktionieren. Gruss Daniel

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