Passwörter: Junge und Firmen sind unsorgfältig

Das US-Unternehmen Dashlane hat die Resultate seiner Passwort-Studie veröffentlicht. Die Resultate sind erschreckend.

von Florian Bodoky 07.10.2015

Speziell jüngere Menschen gehen sehr sorglos mit Passwörtern um - auch mit solchen, die heikle Inhalte schützen, wie z.B. E-Banking. Eine Umfrage des Sicherheits-Unternehmens Dashlane hat ergeben, dass 67 Prozent aller befragten Personen zwischen 16 und 24 Jahren sogar schon Passwörter an Dritte weitergegeben haben. So zum Beispiel per WhatsApp, E-Mail oder SMS.

Je höher das Alter, desto vorsichtiger sind die Befragten offenbar: Passwörter weitergegeben haben aber auch 59 Prozent der bis 34-jährigen, 52 Prozent der bis 44-jährigen und immerhin 46 Prozent der bis 54-jährigen.

Passwörter werden aufgeschrieben

Ein Grossteil der befragten Personen notieren sich ihre Passwörter irgendwo, um sie nicht zu vergessen. Von diesen Personen nutzen aber nur 20 Prozent einen einigermassen sicheren Ort wie ein Passwort-Manager-Programm. Ganze 30 Prozent schreiben Passwörter auf Zettel, 62 Prozent speichern sie auf ihre Handys - als Klartext. Hinzu kommt: 8 Prozent der befragten verlassen sich für alle ihre Dienste auf nur ein, maximal 3 Passwörter. 

Auch besonders prekär gestaltet sich die Lage in Unternehmen: 61 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen keine Passwort-Vorschriften hat oder sie diese nicht kennen (und sich dementsprechend auch nicht zwingend daran halten müssen). 42 Prozent der Teilnehmer konnten sich sogar schon in Accounts anderer oder ehemaliger Mitarbeiter einloggen, weil das Passwort auf dem Rechner gespeichert oder anderweitig bekannt war. 

Die Studie umfasste Personen in den USA, im Vereinigten Königreich und in Frankreich.


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