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Piraterie: Bund sieht keinen Handlungsbedarf

Das Herunterladen von urheberrechtlich geschützter Musik bleibt in der Schweiz weiterhin straffrei. Der Bundesrat sieht keinen Handlungsbedarf auf Gesetzesebene.

von Hannes Weber 01.12.2011

In seinem jetzt veröffentlichten Bericht hat der Bundesrat entschieden, dass in Bezug auf Internetpiraterie kein Handlungsbedarf auf Gesetzesebene besteht. Die 2008 in Kraft getretene Teilrevision des Urheberrechts biete ausreichende Rechtsgrundlagen, argumentiert der Bundesrat. Damit bleibt das Herunterladen von urheberrechtlich geschützter Musik, Filmen oder Spielen hierzulande weiterhin legal, auch wenn man die betroffenen Medien nicht käuflich erworben hat. Weiterhin illegal ist jedoch das Hochladen von Musik und Co. über Online-Tauschbörsen.

Zwei Drittel aller Jugendlichen nutzen Tauschbörsen

Internetpiraterie bleibt weiterhin straffrei (Bild: pixelio/Hofschlaeger) Internetpiraterie bleibt weiterhin straffrei (Bild: pixelio/Hofschlaeger) Zoom Der Bundesrat begründet den Entscheid damit, dass sich die Unterhaltungsindustrie zwar aufgrund des Internets in einem Wandel befinde, ein klarer Zusammenhang zwischen den Tauschbörsen im Internet und Umsatzeinbussen sei aber nicht belegt. Dies, obwohl dem Bericht zufolge ein Drittel der Bevölkerung über 15 Jahren schon einmal Musik, Filme oder Games über das Internet heruntergeladen hat, ohne dafür zu bezahlen. Bei den Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren würden sogar zwei Drittel solche Tauschbörsen nutzen. Diese Zahlen basieren aber nicht auf einer hierzulande durchgeführten Studie, sondern sind lediglich von einer niederländischen Studie abgeleitet.

Der Bericht des Bundesrats stellt eine Antwort auf ein im März 2010 durch die SP-Ständerätin Géraldine Savary eingereichtes Postulat dar. Savary forderte damals den Bundesrat auf, zu überprüfen, ob gesetzliche Massnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen vorzunehmen sind.

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    Kommentare

    • Jambo 01.12.2011, 15.41 Uhr

      Ich bin auch ein Downloader! Von der ersten Stunde an und ich hatte nie ein schlechtes Gewissen. Es geht aber eigentlich nicht ums Gewissen, denn ich lade Musik und Filme herunter, die ich sowieso nicht gekauft hätte. Und wenn mir etwas wirklich gefällt, kaufe ich in der Regel das Original. Viele meiner Bekannten verhalten sich gleich.

    • coceira 01.12.2011, 17.15 Uhr

      vernueftig........so ganz nebenbei zahlt doch jeder jede menge ur-gebuehren, sind das bilag, cd, dvd, memory sticks, hdd , fotokopierer etc. direkt oder indirekt. Es sollte vielleicht mal eine verordnung in arbeit genommen werden die festlegt, dass man fuer das gleiche nur einmal gebuehren oder steuern entrichten muesste. (soll nun keiner sagen der kontrollaufwand ist zu gross, es gibt laender mit solchen verordnungen)

    • i love samsung 04.12.2011, 01.45 Uhr

      Hallo Ich habe da eine etwas andere Meinung. Ich habe auch schon Musik runtergeladen aber ich finde es erschreckend das 2 drittel nichts mehr Zahlen wollen. Was würden die alle sagen wenn sie keinen Lohn für ihre Arbeit bekommen. Ich bin eine Aussterbende Art da ich den grössten Teil an Musik entweder auf CD kaufe oder in Itunes runterlade. Bei Filmen gibts sowieso nur Original Gruss Bruno

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