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Virtueller Spiegel zeigt Zahnpatienten Ergebnis vorab

Forscher des ETH-Spin-off Kapanu haben einen virtuellen Spiegel entwickelt, der Patienten bereits im Voraus zeigt, wie das Ergebnis einer Zahnbehandlung aussieht.

von Florian Fügemann, pte 06.09.2017

Forscher des ETH-Spin-off Kapanu haben einen virtuellen Spiegel entwickelt, der Patienten bereits im Voraus zeigt, wie das Ergebnis einer Zahnbehandlung mit Kronen oder Keramikschalen letztlich aussehen wird. Damit wird ein Gipsabdruck des Gebisses, an dem ein Zahntechniker mit Wachs die zu ergänzenden Teile anfügt und daraus dann ein Plastikmodell zur Präsentation herstellt, überflüssig.

Augmented Reality live

«Mit der ‹Kapanu Augmented Reality Engine› können Patienten innerhalb von Sekunden sehen, wie das Ergebnis einer Zahnrekonstruktion aussehen wird», sagt CEO Roland Mörzinger. In einem Livevideo werden die eigenen Zähne mit dem virtuellen Modell der neuen Zahnreihe überlagert. Die virtuellen Zähne sind kaum von echten zu unterscheiden – selbst dann, wenn die Person im Bild den Kopf dreht oder spricht. Zudem lässt sich – anders als beim Wachsmodell – nicht nur eine Möglichkeit ausprobieren, sondern beliebig viele. Denn mit wenigen Mausklicks kann man die Zähne in Länge, Breite, Farbe und Form anpassen.

Virtueller Spiegel: Patienten sehen vorab das Ergebnis Virtueller Spiegel: Patienten sehen vorab das Ergebnis Zoom© kapanu.com

Möglich macht das Augmented Reality: «Der Patient sieht in Echtzeit, wie sich dadurch sein Aussehen verändert und kann sich schliesslich für diejenige Variante entscheiden, die ihm am besten gefällt. Dank der virtuellen Anprobe wird auch die Kommunikation zwischen Zahnarzt und Patient einfacher: Erwartungshaltungen lassen sich von Anfang an besser klären und Enttäuschungen vermeiden», ergänzt Mörzinger. Um das virtuelle Erscheinungsbild der Zähne dynamisch zu verändern, benötigt die Software eine Datengrundlage.

Umfassende 3D-Datenbank

Das kann eine Datenbank mit 3D-Aufnahmen von natürlich schönen Gebissen sein, wie sie bereits in der Dentalbranche verwendet werden. Die Software verrechnet die Daten und zeigt verschiedene Optionen an, die allerdings nicht genau auf das Patientengebiss abgestimmt sind. Damit das möglich wird, braucht es zusätzlich einen 3D-Scan des Patientengebisses. Solche Scans werden entweder direkt im Mund mit einem speziellen Gerät oder durch Einscannen des Gipsabdrucks mit einem 3D-Scanner gemacht. Hat der Patient mithilfe der Kapanu-Software sein Wunschgebiss ausgewählt, kann der Zahntechniker damit arbeiten.

(presstext.com)


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