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Vorerst kein NFC für Bankkarten

Kontaktloses Bezahlen per NFC legt in der Schweiz zu. Ohne Kreditkarte geht aber auch in Zukunft nichts.

von Luca Diggelmann 26.09.2014

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Kartenterminals mit NFC sind in der Schweiz bereits weit verbreitet Kartenterminals mit NFC sind in der Schweiz bereits weit verbreitet Zoom Auch in der Schweiz ist das kontaktlose Bezahlen langsam auf dem Vormarsch. Statt beim Bezahlen die Karte einzustecken und einen PIN einzutippen, hält man einfach eine NFC-Kreditkarte kurz an das Terminal. Die Buchung wird innerhalb einer halben Sekunde ausgelöst. Bei Beträgen unter 40 Franken muss kein PIN eingetippt werden. Das macht NFC besonders für kleine Einkäufe attraktiv.

Seit Ende 2013 wurden in der Schweiz verstärkt NFC-Kartenleser in Läden eingesetzt. Das kontaktlose Bezahlen ist mittlerweile in praktisch allen Filialen von Migros, Coop, McDonald's, Valora (Kiosk) und anderen möglich. Mit der stärkeren Verbreitung steigt auch die Zahl der Nutzer. Bei McDonald's werden schweizweit rund 3 Prozent aller Kartenzahlungen mit NFC ausgeführt. Am Kiosk sind es mit 6 Prozent doppelt so viele.

Noch mehr sind es bei Migros. Laut Benedikt Zumsteg vom Migros Genossenschaftsbund (MGB) laufen rund 20 Prozent aller Kreditkartenzahlungen über NFC. Besonders an den Selbst-Check-out-Kassen ist das System beliebt. Dort werden 40 Prozent aller Kreditkartenzahlungen per NFC abgewickelt.

Keine Pläne für NFC-Bankkarten

Der grosse Nachteil des kontaktlosen Bezahlens: Die Kreditkarte. NFC ist derzeit nur für Kreditkarten verfügbar, nicht aber für die in der Schweiz beliebten Debitkarten oder Bankkarten. Sowohl UBS als auch MasterCard geben an, derzeit keine Pläne für Bankkarten oder Debitkarten mit NFC zu haben. Der Grund dafür: Sie finden kein geeignetes Geschäftsmodell für NFC-Bankkarten. Im Gegensatz zu Kreditkarten können bei Bankkarten keine Kommissionsgebühren erhoben werden, was das Geschäft unrentabel macht.

Eine weitere Variante sind digitale Portemonnaies wie Swisscoms Tapit oder das kürzlich vorgestellte Apple Pay. Da Tapit derzeit auch nur Kreditkarten unterstützt und Apple Pay hierzulande gar nicht erst verfügbar ist, hält sich der Mehrwert jedoch stark in Grenzen. Sollte Apple Pay es in die Schweiz schaffen, ziehen die Anbieter mit. «Wenn die Kunden das wünschen, führen wir das auch in der Schweiz ein», so Thomas Truttmann von McDonald's Schweiz. Auch die Migros ist offen für Apple Pay, erwartet den Start der Technologie aber nicht in der nahen Zukunft.


    Kommentare

    • Black_Wind 26.09.2014, 12.41 Uhr

      Ich wünsche mir nach wie vor eine Postcard mit NFC um solche kleinen Beträge abzurechnen. Ich weigere mich strikt für kleine Beträge die Kreditkarte zu zücken und damit dem Kreditkartenunternehmen gebühren abdrücken zu müssen, wenn ich gleichzeitig mit der Postcard bei der Bezahlung keinerlei Gebühren habe.

    • Telaran 26.09.2014, 13.18 Uhr

      Ich wünsche mir nach wie vor eine Postcard mit NFC um solche kleinen Beträge abzurechnen. Ich weigere mich strikt für kleine Beträge die Kreditkarte zu zücken und damit dem Kreditkartenunternehmen gebühren abdrücken zu müssen, wenn ich gleichzeitig mit der Postcard bei der Bezahlung keinerlei Gebühren habe. Gebühren Ich zahle Jährlich eine Gebühr und für Auslandswährungen eine Transaktionsgebühr. Kleine Beträge mit NFC wären eh in CHF und somit verursachen die bei mir keine Gebühren (habe be[...]

    • herooftheday 28.09.2014, 02.03 Uhr

      Naja aber das applepay ist doch auch sehr fragwürdig, dass da alles damit gemacht wir,d für mich eher ein weiterer Punkt der Abhängigkeit, bin da eher gerne applelos wenn ich mal anmerken darf, und ich hab eine Bankomatkarte, eine yuna Kreditkarte, das reicht doch vollkommen aus, bin auch wie gesagt vom NFC nicht vollkommen überzeugt - man sieht ja eh dass es jetzt noch immer dauert und obs sich wirklich durchsetzt, hmm, mal sehen.

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