Vorsicht gefälschte Onlineshops

Mit clever getarnten Webseiten verkaufen chinesische Fälscher Billigware über Onlineshops. Die Seiten werben oftmals über Facebook.

von Luca Diggelmann 07.07.2014
Die Webseiten von Fälschern werden immer besser Die Webseiten von Fälschern werden immer besser Zoom Eine Markensonnenbrille für 23 statt 250 Franken klingt verlockend. Die Webseite von outdoorstuff-ch.com wirkt auf den ersten Blick seriös, erweist sich aber schnell als Schwindel. Wie das Newsportal 20 Minuten berichtet erhielt eine Bestellerin statt der bestellten Markenbrille eine Billigkopie aus China. Sie hatte der Seite vertraut, da einige Ihrer Kolleginnen diese auf Facebook «geliked» hatten und ihr die Webseite seriös erschien.

Das seriöse Erscheinend er Webseiten lässt sich leicht erklären: Die Betrüger kopieren einfach das komplette Design von regulären Händlern und passen es für Ihre Zwecke an. Die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Kobik) kennt das Problem: «Das Design dieser Shops ist oftmals von real existierenden Onlineshops kopiert, um seriös und vertrauenswürdig zu wirken», so Kobik-Sprecher Alexander Rechsteiner. 2013 wurde beim Schweizer Zoll gefälschte Ware im Wert von rund 4,5 Millionen Franken registriert. Davon stammen drei Viertel aus China.

So erkennen Sie einen Fälscher

Auch wenn die Shops der Fälscher heutzutage besser getarnt sind, gibt es einige Tricks, mit denen man schnell herausfindet, ob der Händler vertrauenswürdig ist. Ein guter Anhaltspunkt bietet die Kontaktseite, respektive das Impressum. Fehlen diese komplett, oder es ist nur ein anonymes Kontaktformular vorhanden, ist Vorsicht geboten. Ein Test-Mail kann ebenfalls als Absicherung verwendet werden. Erhält man keine Antwort, oder eine Antwort in fehlerhafter Sprache, ist wahrscheinlich ein Betrüger am Werk.

Die Domain des Anbieters sagt ebenfalls viel über den potenziellen Fälscher aus. Auffällige Adressen wie «beispielartikel-billig.ch» oder «beispielartikel-ch.ch» sollten die Alarmglocken zum läuten bringen. Im Zweifelsfall lohnt sich hier eine Whois-Abfrage. Dazu besuchen Sie die Seite Who.is und tragen die verdächtige Webadresse in das Suchfeld ein. Im Fall von outdoorstuff-ch.com sieht man, dass die Domain auf einen chinesischen Namen ohne Adresse eingetragen ist.

Im Allgemeinen ist bei extrem vergünstigten Markenartikeln Vorsicht geboten. Klingt ein Angebot zu gut, um wahr zu sein, ist es wahrscheinlich genau das.


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