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WikiLeaks-Assange: Asyl in Equador?

Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat sich in die Botschaft von Ecuador geflüchtet und offiziell in dem südamerikanischen Land um politisches Asyl gebeten.

von Jens Stark 20.06.2012

Das Aussenministerium von Ecuador hat unterdessen die Anwesenheit Assanges in der Botschaft bestätigt und teilt mit, dass man das Asylgesuch Assanges prüfen werde. Dabei sei das lateinamerikanische Land darauf erpicht, «die Regeln und Prinzipien des Völkerrechts sowie die humanitäre Tradition Ecuadors zu berücksichtigen».

Julian Assange hat in Ecuador um Asyl angefragt Julian Assange hat in Ecuador um Asyl angefragt Zoom Assange ist gut eine Woche nach dem Urteil des höchsten britischen Gerichts in die ecuadorianische Botschaft in London geflohen. Der Supreme Court hat das Auslieferungsgesuch Schwedens in letzter Instanz gutgeheissen (PCtipp.ch berichtete). In dem skandinavischen Land droht Assange nun ein Prozess wegen mutmasslicher sexueller Übergriffe.

Nach eigenem Bekunden befürchtet Assange nun aber, Schweden werde ihn an die USA ausliefern. Dort müsse er sich wegen Spionagevorwürfen verantworten, und zwar in Zusammenhang mit der Veröffentlichung zahlreicher US-Geheimdokumente auf WikiLeaks. Wie Assange als Begründung seines Asylantrags darlegt, drohe ihm deshalb in den USA die Todesstrafe. Er sei also an Leib und Leben bedroht.

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    Kommentare

    • PC-Opa 20.06.2012, 18.32 Uhr

      Assange hat sich mit seinen Enthüllungen selber in die Sch... geritten, jetzt soll er die Suppe, die er sich eingebrockt hat, auch auslöffeln. Er wusste auch, was im blüht, wenn er sich mit den USA anlegt. Selbst wenn er in Ecuador politisches Asyl erhält, der US-Geheimdienst findet ihn früher oder später und dann wäre die Auslieferung nach Schweden noch das geringere Problem.

    • iondriver 20.06.2012, 19.15 Uhr

      Naja, sollte Julian in persona nach Ecuador reisen, ist es ein sprichwörtlicher Tausch: "Vom Regen unter Umgehung der Traufe direkt in die Fäkalien." Will sagen, in E. gibt es sicher "Assassinen", die für 20 Mücken den Assange auf Befehl "für immer abreisen" lassen. In industrialisierten Ländern würde so eine Tat einen "sh*tstorm" nach sich ziehen, dass es einfach nur heftig ist. Nicht zu sprechen vom anschliessenden Märtyrerstatus, den Julian dann erhält - besonders wenn er in den USA auf[...]

    • schmidicom 21.06.2012, 07.44 Uhr

      1. Was Assange gemacht hat war stellenweise einfach notwendig denn was sich die USA und auch andere unter dem Deckmantel der Geheimhaltung erlauben ist einfach nicht OK. 2. Die USA will ihn nicht einfach tot sehen sondern ein Exempel statuieren um so eventuelle Nachahmer abzuschrecken, die Gerechtigkeit interessiert da keinen. 3. Gibt es berechtigte zweifel daran das diese Vergewaltigungen wirklich stattgefunden haben und deswegen das eigene Leben aufs Spiel zu setzten würde ich auch nicht[...]

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