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Wikileaks: Der Cyberwar tobt

Rund um die Enthüllungsplattform Wikileaks überschlagen sich derzeit die Ereignisse. Julian Assange selbst wurde unterdessen in Grossbritannien verhaftet.

von Harald Schodl 07.12.2010

Wikileaks-Gründer Julian Assange Wikileaks-Gründer Julian Assange Zoom Bis vor Kurzem konnte man Julian Assange über ein Schweizer Postkonto unterstützen. Damit ist seit gestern Schluss. PostFinance hat das Konto des Wikileaks-Gründers geschlossen. Bei der Kontoeröffnung habe der australische Staatsbürger falsche Angaben zu seinem Wohnort gemacht, heisst es. Laut PostFinance hat er als Domizil Genf angegeben, «was sich bei einer Überprüfung der Daten als unwahr herausstellte». Assange könne keinen Schweizer Wohnsitz nachweisen. Dies sei jedoch «eine Voraussetzung für eine Kundenbeziehung zu PostFinance» gewesen.

Aus diesem Grund ist das Finanzinstitut nach eigenen Angaben berechtigt, das Konto zu schliessen. «Wenn sich beim Inhaber eines Kontos Hinweise ergeben, dass dessen Angaben nicht den geltenden Bestimmungen entsprechen, klärt PostFinance den Sachverhalt detailliert ab und zieht die entsprechenden Konsequenzen», heisst es in der Medienmitteilung.

Kurz nach der Kontoschliessung ist PostFinance offenbar ins Visier von Hackern geraten. Via Twitter ruft die Bewegung «AnonOps» zu Attacken auf Postfinance.ch auf – offensichtlich mit Erfolg. Die Seite lässt sich nach wie vor (Stand 7. Dezember 2010, 10:43 Uhr) nur erschwert oder gar nicht aufrufen. Gemäss «Tagesschau.sf.tv» ist die Internetsite bereits am gestrigen Montag zwischen 18:30 und 19:15 Uhr sowie zwischen 21:30 und 22:30 Uhr ausgefallen.

Es werde extern eine Überflutung produziert, mit dem Ziel, die Website von PostFinance lahmzulegen, zitiert «NZZ-Online» Alex Josty, einen Sprecher des Schweizer Finanzinstituts. Josty unterstreiche, dass die Webseite überlastet, aber nicht gehackt sei, heisst es im Bericht weiter. «Niemand sei in das System von PostFinance eingedrungen.»

Auf der nächsten Seite: «Auch Mastercard schiebt Riegel vor»

Tags: Cyberwar
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    Kommentare

    • Smeagollum 07.12.2010, 16.52 Uhr

      Wurde denn nicht der Vorwurf der Vergewaltigung schon lange fallen gelassen? So weit ich weiß, geht es um sexuelle Nötigung o. Ä. Er soll keinen Gummi in Schweden verwendet haben oder was auch immer. Auch definieren die Schweden Vergewaltigung recht eigentümlich. Da muss weder Gewalt noch Drohung im Spiel sein, um von Vergewaltigung zu sprechen.

    • iondriver 07.12.2010, 17.38 Uhr

      Es ist ein drunter und drüber, die einen Nachrichten sagen hü, die Anderen hott... Nennt man Informations"krieg" :). Hin wie her, die Mädels wurden doch für die "Dienstleistung" bezahlt, oder? Naja... Wenn nur jeder Sexualstraftäter so gesucht werden würde wie Assange, hätte ich Vertrauen in die Justiz allgemein. Aus meiner Sicht ist die ganze Aktion ein Ablenkungsmanöver, um eine Informationsquelle zu versiegeln, welche die Wahrheit anscheinend kennt. So, mal Kaffee aufsetzen, in ei[...]

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