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Wikipedia Italien aus Protest offline

Wikipedia hat auf seiner italienischen Website alle Inhalte versteckt. Mit der Aktion will Wikipedia gegen einen neuen Gesetzesvorschlag protestieren.

von IDG . 06.10.2011

Ein neuer Gesetzesvorschlag in Italien sieht vor, dass Webseiten innerhalb von 48 Stunden kommentarlos jegliche Korrektur am Inhalt vornehmen müssen, die ein Antragsteller im Interesse seiner Reputation fordert. Aus Protest gegen Paragraph 29 des Gesetzesvorschlags «DDL intercettazioni» (Regeln bezüglich Abhörmassnahmen) hat Wikipedia all seine Inhalte auf der italienischen Wikipedia-Website vorübergehend versteckt.

Italien guckt derzeit bei Wikipedia in die Röhre Italien guckt derzeit bei Wikipedia in die Röhre Zoom «Zum derzeitigen Zeitpunkt besteht die Gefahr, dass das italienischsprachige Wikipedia nicht mehr den nützlichen Service, den der Leser bisher erwarten konnte, erbringen kann. Zurzeit ist die Seite, die Sie gerade lesen möchten, nur versteckt, doch es besteht die Gefahr, dass wir bald dazu gezwungen werden können, sie wirklich zu löschen», heisst es in der mehrsprachig veröffentlichten Mitteilung im italienischen Wikipedia.

Wikipedia kritisiert, dass das Gesetz keine Evaluation durch eine unabhängige dritte Person verlange, sondern ausschliesslich die Meinung der angeblich beleidigten Person oder Organisation genüge, um die geforderten Korrekturen auf der Website durchsetzen zu lassen. Werden die Korrekturen nicht innerhalb von 48 Stunden veröffentlicht, dann droht eine Strafe in Höhe von 12'000 Euro.

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    Kommentare

    • atomar 06.10.2011, 19.31 Uhr

      Da will Verlustoni wohl seinen Name aus dem I-Net waschen

    • schmidicom 07.10.2011, 07.32 Uhr

      dass das Gesetz keine Evaluation durch eine unabhängige dritte Person verlange, sondern ausschliesslich die Meinung der angeblich beleidigten Person oder Organisation genüge Bei solch unüberlegten Gesetzesentwürfen wundert es mich nicht das diese Regierung ihre eigenen Finanzen nicht im Griff hat. Man stelle sich vor was passieren würde wenn ein solches Gesetz in der Schweiz in kraft treten würde. Die Flut an Beschwerden von XYZ würden so ziemlich sämtliche Webseitenbetreiber an den Rand des Wa[...]

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