Wird 2016 das Jahr der eSIM?

Ob Normal, Micro oder Nano: Die altgediente SIM-Karte schlittert auf ihr Ende zu. Bereits in diesem Jahr?

von Florian Bodoky 05.01.2016

Die kontinuierlich schrumpfende Plastikkarte, heutzutage kaum mehr fingernagelgross, soll bald in die ewigen Jagdgründe eingehen. Dies vermeldet unter anderem das Technik-Portal Heise und beruft sich dabei auf den Blog des deutschen Telkos Telekom. 

Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass die eSIM bereits 2016 auf den Markt kommt und sich 2017 breitflächig durchsetzen wird. Ein diesbezüglicher Standard wird von der internationalen Vereinigung der Mobilfunkanbieter GSMA definiert. Die eSIM - eine Abkürzung für embedded SIM-Card, ist fix in einem Smartphone oder in sonstigen mobilen Geräten verbaut und wird lediglich umprogrammiert, sollte beispielsweise ein Providerwechsel anstehen. Dies soll simpel und auch für Laien einfach durchführbar sein. 

Zu Beginn soll es diese Angebote für Tablets oder Wearables geben, anschliessend sind die Smartphones an der Reihe. Von einem Kaltstart wird man aber vermutlich absehen: Hybridlösungen zwischen e- und normalen SIMs sind in Planung wie die GSMA verlauten lässt. 

Ähnlich sieht es die Swisscom. Das Unternehmen befindet sich bereits mit verschiedenen Herstellern im Gespräch, wie Pressesprecher Armin Schädeli gegenüber 20 Minuten bestätigte. 

Wo liegen die Vorteile?

Gewisse Vorteile liegen klar auf der Hand: Die fehleranfällige Lesetechnik und das Gefummel mit billigen SIM-Schubladen fällt weg. Ebenso entfallen Kosten von 40 Franken, die in der Schweiz lächerlicherweise noch immer anfallen.

Wie schnell allerdings ein Wechsel des Anbieters vollzogen ist und ob Multi-SIM unterstützt wird, hängt gemäss der deutschen Telekom von Anbieter und Endgerät ab.


    Kommentare

    • AnFuLu 21.01.2016, 10.41 Uhr

      Na ja. Tönt ja grundsätzlich gut. Sehe allerdings auch grosse Hürden beim SIM-Kartenwechsel. Wegen des Providerwechsels. Allerdings denke ich an jenen Wechsel von Land zu Land. Wer in fremde Länder reist und sich dort eine SIM Karte beschafft, wird wohl Mühe bekommen... Bis jetzt waren an den Flghf ja die fleissigen Helfer, die eine SIM Karte kurzerhand zuschneiden konnten. Ja Gefummel. Aber es funktionierte! Und das bereits im Flieger.

    • Grizzly46 10.02.2016, 16.38 Uhr

      Ich finde es schlecht, Wir benutzen die Simkarten mal in Telefon mal in Tablett. Und wechseln auch die Telefone da wir dual sim benutzen. In der Durchreise der Verschiedenen Länder wirds schwierig. Das ist wieder meines erachtens nur ein Trick der Hersteller um Apparate zu verkaufen.

    • extracool 13.07.2016, 11.42 Uhr

      Vor- und Nachteile sind an jeder Neuerung zu finden. eSIM wird bestimmt kommen. Nun stellt sich die Frage, ob die Telkos endlich grenzübergreifende Tarife einführen, die BEZAHLBAR sind. Dann nämlich würde sich ein ständiger SIM Wechsel, wie heute üblich, auch erübrigen. Alle reden von SIP (IP Telefonie). Handy ist im Prinzip auch nichts anderes. Aber fragen wir uns, warum wir uns mit einer Schweizer SIP Nummer im Ausland nicht einloggen können! Alles nur eine Frage des Geldes! Auch wäre es techn[...]

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