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Sound Blaster X-Fi: Hörgenuss vom Feinsten

Vier neue Sound-Blaster-X-Fi-Modelle («Xtreme Fidelity») bringt Soundkarten-Spezialist Creative auf den Markt. Sie sollen im Vergleich zur Sound Blaster Audigy eine bis zu 24-fach höhere Leistung bieten. Der PCtipp hat der neuen Klangvielfalt auf den Zahn gefühlt.

blue_quad von Daniel Bader (22.08.2005)

Mit den Modellen Sound Blaster X-Fi Xtreme Music (199 Franken), Sound Blaster X-Fi Platinum (299 Franken), Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS (399 Franken) und Sound Blaster X-Fi Elite Pro (externe Box, 539 Franken) bringt Creative [1] Ende September vier neue Soundkarten auf den Schweizer Markt. Herz der neuen Soundblaster-Familie ist der "Xtreme-Fidelity"-Soundprozessor, der analoge Musiksignale bei einer Sampling-Rate von typischen 96 KHz mit einer Genauigkeit von 24 Bit digital auflösen kann. Eine der herausragenden Funktionen des Musikchips ist die neue X-Fi-CMSS-3D-Technologie (Creative Multispeaker Sourround), die auch mit gewöhnlichen Kopfhörern eine Art 3-D-Sourround-Effekt ermöglichen soll.

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Daneben besitzt der Prozessor - je nach Güte der X-Fi-Sounchips selbst - einen Signal-zu-Rausch-Abstand (englisch SNR, Signal to Noise Ratio) von 109 bis 116 dB - im Vergleich zu einem aktuellen Onboard-Soundchip, wie er auf typischen Mainboards verwendet wird, liegt die Qualität dabei um mindestens 20 bis 30 dB höher und soll für eine verbesserte, hörbare Klangreinheit sorgen.

Bis auf die günstigste Xtreme-Musik-Variante verfügen alle Modelle neben der eigentlichen Soundkarte noch über ein Frontmodul mit diversen zusätzlichen Audioanschlüssen sowie über eine Infrarot-Fernbedienung.

vergrößen Die beiden Flaggschiffe, Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS und Sound Blaster X-Fi Elite Pro, warten zudem mit einem 64 MB X-RAM-Speicher auf. Davon sollen vor allem neuere Spiele wie Battlefield 2 profitieren. Der Clou: Sounddaten werden nicht mehr im Arbeitsspeicher des System gespeichert und von der CPU aufwändig aufbereitet, vielmehr übernimmt der X-Fi-Soundprozessor selbst die Rechenarbeit. Als Zwischenlager fungiert dabei das X-RAM. Unterm Strich wird damit die CPU entlastet. Vergleichbar ist das Prozedere mit der autonomen Arbeit eines modernen Grafikkarten-Chips.

Im speziellen "Entertainment Mode" sorgt der "X-Fi 24-bit Crystalizer" für eine Aufwertung beliebiger Klänge auf eine 24-Bit/96-kHz-Qualität bei einem "virtuellen" Rauschabstand von 136 dB. Danach werden Audiodaten laut Creative "remastert" und "punktuell verbessert". Dabei können Musik-Ungenauigkeiten aufgespürt werden, die auf Grund der MP3- oder WMA-Kompression entstanden sind. Vor allem bei hohen und tiefen Frequenzen sollen so deutlich hörbare Verbesserungen erzielt werden. Dynamische Klangsequenzen wie bei Explosionen und Schüssen klingen angeblich auch realistischer.

Im "Gaming Mode" liefern die neuen Sound-Blaster-Karten eine bis zu 40 Prozent höhere Leistung als ihre Audigy-Vorgänger, sobald im Spiel mehrere Raumklangeffekte und viele gleichzeitige Sound-Stimmen genutzt werden. Bis zu 128 Stimmen sind mit dem neuen EAX-Advanced-HD-5.0-Standard möglich.

Im "Audio Creation Mode" will Creative mit den Xi-Fi-Karten sogar professionelle Soundlösungen übertrumpfen. Aufnahmen sind mit 44,1 bis 96 kHz möglich. Per ASIO-Treiber (Audio Stream Input/Output ist ein von Steinberg entwickeltes, mehrkanalfähiges Audiotransfer-Protokoll) werden beispielsweise bis zu acht verschiedene 24-Bit-Hardware-Effekte unterstützt.

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PCtipp konnte einen ersten Qualitätstest der Soundkarte Sound Blaster Fatal1ty FPS mit Hilfe das Soundmess-Programms RMMA 5.5 [2] durchführen. Hier die Ergebnisse:

Noise Level in dB (A): -114,5

THD in Prozent: 0,0006

Dynamic Range in dB : 113,9

Erklärung: Die Karte zeigt bei allen drei Standardgrössen Top-Leistungen. Im Vergleich zu einer Realtek-Onboard-Lösung, die bei der Messung des Noise Level auf 74 db(A) kommt, liegen rund 40 dB(A) dazwischen. Auch der Klirrfaktor von nur 0,0006 Prozent ist ein hohe Qualitäts-Indiz für Klangreinheit.

Spiele-Leistung: Können - wie beim UT-2004-Benchmark - Musikdateien auf den 64 MB grossen X-RAM-Speicher ausgelagert werden, spielt die Soundkarte ihre Vorteile aus: Gegenüber einer typischen Realtec-Soundchip-Lösung (Onboard) lag die Messung mit einer neuen Sound-Blaster-X-Fi-Soundkarte deutliche 15 Bilder pro Sekunde höher. Beim Doom-3-Benchmark lag die X-Fi-Variante immerhin noch 6 Bilder pro Sekunde in Front.



  


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