Big Brother mit menschlichen Zügen
Die Überwachungskameras der Zukunft reagieren, wenn Sie Geräusche feststellen und schwenken automatisch auf die Lärmquelle.

Big Brother lebt und wird uns immer ähnlicher. pixelio.de/Müller
Eine Revolution in Sachen Sicherheit erhoffen sich die Forscher der University of Portsmouth. Sie haben eine Software entwickelt, die Überwachungskameras nicht nur optische, sondern auch hörbare Hinweise wahrnehmen lässt. Dabei erkennt die Kamera Geräusche, die nicht «ins normale Bild» passen: Schreie und brechendes Glas beispielsweise. «Später sollen auch bestimmte Begriffe, die mit Gewalt in Verbindung stehen, erkannt werden», erklärt der Forschungsdirektor David Brown. Stellt die Kamera auffällige Geräusche fest, so schwenkt sie in die Richtung der Lärmquelle. Danach prüft sie das optische Bild und schlägt erst Alarm, wenn sie auch hier Auffälligkeiten feststellt. Die Reaktionszeit von Sicherheitskräften würde dadurch deutlich minimiert.
Ähnliche Systeme, die auf Lärm reagieren, sind bereits in niederländischen und britischen Städten im Einsatz. Sie nehmen jedoch keine optischen Hinweise wahr.
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