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Google zeigt seine Cyberbrille

Mit Design-Entwürfen und einem Video zeigt Google, wie die Augmented-Reality-Brille einst ausschauen könnte und was man damit alles anstellen können wird.

blue_quad von Hannes Weber (05.04.2012)

Die Gerüchte, dass Google in seinen geheimen X-Labors an einer Cyberbrille arbeitet, machen bereits seit Ende des letzten Jahres die Runde. Jetzt hat sich der Internetgigant auf Google+ erstmals selbst ausführlich zu diesem futuristischen Thema geäussert – und zeigt, dass man schon sehr konkrete Visionen vom «Project Glass» hat. Anhand von Design-Entwürfen und einem Video zeigt Google, wie die Cyberbrille einst aussehen könnte und was sich damit für Möglichkeiten eröffnen.

Ein zentraler Punkt in dem Konzept ist natürlich «Augmented Reality» - also das Verschmelzen von digitalen Inhalten mit der realen Umgebung. Die Google-Brille wäre dazu prädestiniert, weil sie via Kamera Dinge in der Umgebung erkennen kann und dann sinnverwandte Inhalte aus dem Internet direkt auf den Brillengläsern einblenden kann.

Eine Brille für alle Fälle

Die von Google gezeigten Designstudien machen auch optisch eine gute FallevergrößenDie von Google gezeigten Designstudien machen auch optisch eine gute Falle Mit einem Konzeptvideo zeigt Google eindrucksvoll, was mit so einer Cyberbrille alles möglich wäre. Im Video ist ein Mann zu sehen, der während eines Ausflugs in New York ausführlich von diesen Möglichkeiten Gebrauch macht. Dabei scheint die Sprachsteuerung ein zentrales Bedienelement zu sein. Ob Nachrichten verschicken, Fotos schiessen, sich von Google Maps an den richtigen Ort lotsen lassen oder Video-Chats führen: Die Google-Brille kann all das, was auch ein modernes Smartphone kann. Zusätzlich nehmen eben die Augmented-Reality-Funktionen eine wichtige Rolle ein. Beim Betreten der U-Bahn-Station wird man etwa automatisch darauf aufmerksam gemacht, dass die U-Bahn derzeit eine Störung hat und in einem Buchladen weist die Brille wie selbstverständlich den Weg auf die Frage, wo denn die Musikabteilung sei.

Die Designstudien zur Google-Brille zeigen keinesfalls ein klobiges, unschönes Gestell, sondern viel mehr futuristische und eher schlichte Entwürfe. Mit der erstmaligen Vorstellung seiner Cyberbrille will Google auch die Nutzer dazu anregen, ihre Meinung zu den Vorschlägen zu äussern und Inputs für die Entwicklung einzubringen.

Technische Details noch nicht bekannt

Technische Details zu seiner Cyberbrille hat Google noch keine genannt. Es darf aber auch aufgrund früherer Berichte davon ausgegangen werden, dass in den Brillen ein Android-Betriebssystem arbeitet. Auch wann die ersten Google-Brillen auf den Markt kommen, ist noch nicht bekannt. Da Google aber bereits erste Tests mit Prototypen durchführt, könnte dies bereits in absehbarer Zukunft passieren.

Wer jetzt befürchtet, die Google-Brille würde die Menschen noch mehr vom realen Leben ablenken als dies Smartphones und Co. jetzt schon tun, könnte falsch liegen. Die New York Times will von Personen, die vom Projekt Kenntnis haben, erfahren haben, dass eher das Gegenteil der Fall sei. So halte die Brille im Prinzip die Technologie vom Nutzer fern. Um beispielsweise ein Foto zu machen, müsse man schliesslich nicht mehr das Smartphone hervorkramen, sondern könnte lediglich einen Knopf auf der Brille drücken.

Video zum Project Glass (Quelle: Google/YouTube):

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