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Das ist das iPhone 5

Gestern Abend stellte Apple das iPhone der 6. Generation vor. Das Fazit vorweg: Die Mutter aller Smartphones kann viel, und das vor allem besser.

blue_quad von Klaus Zellweger (13.09.2012)

«Evolution statt Revolution» – unter dieses inoffizielle Motto fällt die Keynote vom 12. September. Mit dem neuen iPhone 5 zeigt Apple einmal mehr Spitzentechnologie in ihrer schönsten Form. Allerdings war die Gerüchteküche dieses Mal überraschend nahe dran – so nahe, dass sich bei der Präsentation fast schon eine heftiges Déjà-vu einstellte. Abmessungen, Dock-Connector, Gehäuseform: Apple kommt bei der Geheimhaltung langsam aus der Übung.

Gehäuse

Das iPhone 5 ist das dünnste iPhone aller Zeiten. Mit einer Bauhöhe von gerade einmal 7,68 mm unterbietet es seinen Vorgänger um ganze 18 Prozent. Das Gewicht wurden sogar um 20 Prozent reduziert – und das, obwohl der Bildschirm von 3,5 auf 4,0 Zoll angewachsen ist. (Also von 8,9 auf knapp 10,2 Zentimeter.) Laut Apple handelt es sich beim iPhone 5 um das weltweit dünnste Smartphone seiner Klasse. Das eloxierte Aluminiumgehäuse mit diamantgeschliffenen abgeschrägten Kanten und eingelassenem Glas soll für eine ganze neue Anmutung sorgen.

Der zusätzliche Platz auf dem Display wurde in die Höhe investiert, während die Breite gleich geblieben ist. Die neue Auflösung beträgt 1136x640 Pixel. Das ringt den Entwicklern natürlich einige Anpassungen ab. Apples eigene Anwendungen sind bereits für das neue Seitenverhältnis optimiert, während alte Apps einfach in der Höhe von einem schwarzen Rahme umgeben werden. In jedem Fall sind auf dem Startbildschirm nicht mehr vier, sondern 5 App-Reihen zu sehen – plus die üblichen vier Symbole im Dock.

Das neue Seitenverhältnis bietet sich vor allem für Filme anvergrößenDas neue Seitenverhältnis bietet sich vor allem für Filme an

Schnelle Verbindungen

Bei den Verbindungsmöglichkeiten hat sich ebenfalls so einiges getan. Im Wifi-Netz unterstützt das iPhone 5 den 802.11n-Standard, der einen theoretischen Datendurchsatz von bis etwa 18 Megabytes pro Sekunde erlaubt. Dazu gesellen sich LTE (Long Term Evolution), dem Nachfolger von UMTS. Allerdings steckt diese Technologie noch in den Kinderschuhen und wird nur an den wenigsten Orten in der Schweiz angeboten.

Hingegen fehlt ein NFC-Modul (Near Field Communication), mit dem sich Zahlungsvorgänge und Datenübertragungen ad hoc und berührungslos ausführen lassen. Der Verlust dürfte zu verschmerzen sein, denn die Einsatzmöglichkeiten in der Schweiz sind etwa so weit verbreitet wie weisse Tiger.

Die Kamera

Kein neues iPhone ohne neue Kamera. Zwar verharrt die Auflösung bei 8 Megapixeln, doch der optische Aufbau und der Sensor wurden komplett überarbeitet. Das Kameramodul ist rund 25 Prozent kleiner als beim iPhone 4S. Vor allem aber soll die Kristall-Linsen-Abdeckung dafür sorgen, dass weder Schmutz noch Kratzer die Bildqualität trüben.

Auch bei der Kamera-Software hat sich einiges getan. So reicht es jetzt, das iPhone über eine Szene zu schwenken, damit ein Panorama-Bild mit einer beeindruckenden Auflösung von 28 Megapixeln entsteht. Die verbesserte Videofunktion soll die Filme noch besser stabilisieren. Die Gesichtserkennung erfasst bis zu 10 Personen und wer will, kann während der Videoaufnahme auch Standbilder schiessen. Auf der anderen Seite (im wahrsten Sinn des Wortes) wurde auch die Frontkamera verbessert, die jetzt HD-Videos mit einer Auflösung von 720p aufzeichnet.

Nicht zu gross, aber ziemlich schlank: die neuen AbmessungenvergrößenNicht zu gross, aber ziemlich schlank: die neuen Abmessungen

Adieu, Dock Connector

Zugegeben, der Dock-Connector hat nach rund 10 Jahren seinen Ruhezustand mehr als verdient. Sein Nachfolger trägt den Namen «Lightning» und wirkt im direkten Vergleich fast schon winzig. Die Reduktion kam unter anderen zustande, weil das adaptive Interface nur das Signal nutzt, das vom entsprechenden Zubehörteil gerade benötigt wird. Trotzdem sind die Investitionen in das bestehende Zubehör nicht verloren, da Apple einen Adapter auf den alten Anschluss anbieten wird.

Bessere Audio-Funktionen

Auch an der Audio-Front hat sich einiges getan. Das iPhone 5 verfügt über ein neues, beamforming gerichtetes Mikrofonsystem. Es soll für einen besseren Klang sorgen, während Hintergrundgeräusche mittels neuer Noise Canceling Technologie ausgeblendet werden. Dazu kommen neue Kopfhörer, die einen besseren Tragekomfort bieten sollen; eine leichte Übung, wenn man mit Schaudern an die Aspirin-förmigen Stöpsel denkt, die uns bis jetzt zugemutet wurden.

iOS 6

Und dann ist da natürlich noch iOS 6, das für zahlreiche Neuerungen verantwortlich zeichnet: eine neue Karten-App, Sport-Resultate über Siri, eine tief verwurzelte Facebook-Integration und dergleichen mehr. Das schönste an iOS 6 ist jedoch, dass auch die Besitzer älterer iPhones in den Genuss der meisten Neuerungen kommen – teilweise sogar bis hinunter zum iPhone 3GS.

Verfügbarkeit in der Schweiz

Das iPhone 5 wird in Weiss/Silber oder Schwarz/Graphit erhältlich sein. Die ersten Länder kommen am 21. September in den Genuss des neuen Flaggschiffs, die Schweiz erlebt die Markteinführung am 28. September. Über die Preise schweigt für das neue Gerät schweigt sich Apple zurzeit noch aus. iOS 6 wird hingegen bereits am Mittwoch, dem 19. September als kostenloses Software-Update angeboten.

 Klaus Zellweger 



     


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