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Microsoft: Armband zur Gestensteuerung

Microsoft baut an einem Handgelenksensor, der die Bewegungen von Hand und Fingern in Echtzeit in ein 3D-Modell umwandelt.

blue_quad von IDG . (12.10.2012)

Wie die BBC berichtet, trägt Microsofts neuer Handgelenksensor den Namen Digits. Erst kürzlich wurde ein Prototyp fertiggestellt. Angeblich ist Digits Bestandteil eines geplanten Mobilgeräts, das der Besitzer vorwiegend durch Handbewegungen und Gesten steuern soll. Wie Microsoft selbst erklärt, funktioniert der Handgelenksensor wie eine Art virtuelle Fernbedienung. Als solche könnte er demnach auch für den TV benutzt werden. Auch der Einsatz in Videospielen wäre denkbar.

Microsofts Handgelenksensorsensor ermöglicht ein genaues virtuelles Abbild der Hand (Bild: Microsoft)vergrößenMicrosofts Handgelenksensorsensor ermöglicht ein genaues virtuelles Abbild der Hand (Bild: Microsoft) Als mögliche Gesten, die zum Einsatz kommen könnten, nennt Microsoft unter anderem das auseinander- und aufeinanderzuführen von Daumen und Zeigefinger, um Musiklautstärken zu regeln. Denkbar wäre auch das Tippen von Zahlen auf einem imaginären Wählfeld vor dem Gesicht, um einen Anruf zu tätigen, ohne das Smartphone aus der Tasche zu nehmen. Digits wurde von Microsoft in enger Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Laboratorien der Universitäten Cambridge, Newcastle und Kreta entwickelt. Digits benutzt einen kamerabasierten Sensor, der Infrarotstrahlen erkennt und eine passenden Software, welche die Daten interpretiert und daraus ein «vollständig bewegbares Skelett der menschlichen Hand» erstellt. Das wiederum dient dazu zu verstehen, was die Hand des Menschen gerade tut.

Sämtliche Messungen werden mithilfe eines kleinen Infrarotlasers ausgeführt, der eine Linie ausstrahlt, um zum Beispiel zu messen, in welchem Winkel die Finger gerade stehen. Gleichzeitig wird die komplette Hand mit Infrarot-LEDs ausreichend beleuchtet, um beispielsweise herauszufinden, an welcher Position sich die Fingerkuppen gerade befinden.

Hinter dem Design von Digits steckt die Idee, das Armband leichter und weniger ungemütlich zu machen als bereits existierende Handschuhsensoren. Allerdings ist es fraglich, ob die Leute wirklich bereit sein werden, einen solchen Sensor für ihre alltägliche Arbeit ständig am Handgelenk zu tragen.



     


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