Alles über die neuen iPhones!

Was sie können, was sie kosten, was Apple sagt – die neuen iPhones im Überblick.

von Florian Bodoky 13.09.2018

Gestern um 19 Uhr MESZ war es soweit: Tim Cook lud zur Apple-Keynote und präsentierte der Welt die neuen iPhones und die neuste Version der Apple Watch (alles über die Apple Watch finden Sie hier.)

Das iPhone Xs wurde offiziell als Nachfolger des Jubiläums-Phones iPhone X vorgestellt. Neben dem Xs wurde auch das grössere iPhone «Xs Max» (6,5 Zoll) präsentiert, das sich in die Riege der High-End-Phablets einreiht, sowie ein «Budget-iPhone» namens iPhone Xr. Letzteres verfügt über ein 6,1-Zoll-Display.

Das erste Raunen ging durch die Menge, als sich das Gerücht um die Home-Taste mit Fingerscanner bestätigt hat: Er ist nämlich verschwunden! Stattdessen kommen alle drei Modelle mit der Gesichtserkennung «Face ID», die laut Apple deutlich schneller performe als ihre Vorgänger. 

iPhone Xs 2018

iPhone Xs iPhone Xs Zoom© Apple

Punkto Design bleibt Apple seiner Linie treu, neu ist allerdings eine goldfarbene Variante – sowohl beim Body als auch beim Rahmen wurde hier farblich ein neuer Weg begangen. Beim Display wurde abermals auf die OLED-Technologie zurückgegriffen. Die 5,8-Zoll-Front löst mit 2436 × 1125 Pixeln auf und ist wieder mit dem umstrittenen Notch, also der Aussparung am oberen Displayrand versehen. Dort sind die Front-Kamera und die True-Depth-Kamera untergebracht. Letztere dient der Gesichtserkennung, um das Gerät zu entsperren. Dank OLED kann das iPhone auch HDR- und Dolby-Vision-Inhalte wiedergeben. Apple lässt verlauten, dass man die Bildfrequenz auf 120 Hertz erhöht habe, was das Bild beruhigen solle.

Interessant: Auf den Abbildungen sieht der Display-Rahmen ungefähr gleich breit aus wie beim iPhone X. Das heisst, dass sich das Display-Gehäuse-Verhältnis ebenfalls nicht gross verändert hat.

iPhone Xs Max iPhone Xs Max Zoom Etwas kryptisch gab sich Apple in Audio-Fragen: Man habe die Lautsprecher verbessert, um den Stereoklang zu optimieren – konkrete technische Angaben fehlen dazu allerdings. Apropos Audio: Berichten zufolge verzichtet Apple jetzt darauf, einen Klinken-zu-Lightning-Adapter beizulegen. Wer also seine Klinken-Kopfhörer weiterhin verwenden möchte, muss sich anderweitig einen Adapter organisieren.

Das Innenleben

Auch das Innenleben hat Tim Cooks Team aufgefrischt: Die CPU nennt sich «A12 Bionic», die mit der 7-Nanometer-Technologie gebaut wurde, wie das schon bei Huaweis Kirin 980 der Fall war. Der A12 Bionic umfasst sechs Cores, von denen zwei einen 15-prozentigen Performance-Gewinn gegenüber dem Vorgänger aufweisen sollen. Vier weitere Kerne sollen in erster Linie mit einem 50 Prozent geringeren Stromverbrauch brillieren. Dazu kommen vier GPUs (Grafikprozessoren), die laut Apple Speicher ohne Verluste komprimieren können. 

Mit dem A12 Bionic setzt Apple ausserdem sehr stark auf das Thema «Machine Learning» (ML). Das Optimieren von Fotos, Objekterkennung bei Videos und AR-Apps gehört zu den Fähigkeiten der «Neural Engine», wie die Technologie genannt wird. Apropos Fotos: Auf der Rückseite setzt Apple auf Bewährtes, nämlich auf zwei 12-Mpx-Kameras, von denen eine über einen zweifachen optischen Zoom verfügt. Wie bereits oben erwähnt, soll der A12-Chip laufend das Bild optimieren. Darüber hinaus hat Apple eine Funktion namens «Smart HDR» vorgestellt, die aus den geschossenen Bildern jeweils vier auswählt und zu einem möglichst guten Bild zusammensetzt.  

Dual-SIM – auch in der Schweiz? 

iPhone Xr iPhone Xr Zoom Apple hat angekündigt, dass das iPhone Xs Dual-SIM unterstützt. Eine Version mit zwei echten SIM-Karten wird allerdings nur in China angeboten. Für den Rest der Welt bietet das iPhone neben der hardware-mässigen SIM-Karte zusätzlich die Apple SIM, also eine eSIM. Damit ist es möglich, im Ausland ohne physische SIM-Karte von verschiedenen Anbietern Datenvolumen für den Internet-Zugang zu kaufen. Allerdings ist das nicht immer so einfach: In der Schweiz bieten beispielsweise nur Swisscom und Sunrise den eSim-Dienst an – und dies nur an Personen, die sowieso bereits ein Mobilfunk-Abonnement beim jeweiligen Provider haben. Die Swisscom beispielsweise verrechnet für den eSIM-Dienst zusätzlich noch 10 Franken monatlich (ausser bei inOne L und XL). Ähnlich sieht es etwa in Deutschland aus: Die Deutsche Telekom und Vodafone sind bislang die einzigen Provider, der die Technologie unterstützen – und ist der Kunde innerhalb Deutschlands an ein Profil und damit an ein bestimmtes Netz gebunden.

Wann, wo, was, wie viel?

Das iPhone Xs gibt es in Silver, Space Gray und Gold und mit 64, 256 oder 512 Gigabyte Speicher. Die Preise betragen 1199, 1389 sowie 1639 Franken. Das Xs «Max» gibt es in den gleichen Farben und den gleichen Speichervarianten. Es kostet je nach Speicher 1299, 1489 oder 1739 Franken. Die beiden Modelle lassen sich ab morgen, dem 14. September, bestellen. Die Auslieferung beginnt am 21. September. 

Im Oktober folgt dann das iPhone Xr, das in den Farben Weiss, Schwarz, Blau, Gelb, Rot und Korallenrot mit 64, 128 oder 256 GB Speicher erhältlich sein wird. Die Preise hier betragen 879, 949 und 1069 Franken.

Mehr über die Modelle und Preise finden Sie auf der Produktseite von Apple.

Impressionen zur Keynote – in unserer Bildergalerie:

Tags: Apple, iPhone

    Kommentare

    • pctippi 14.09.2018, 09.55 Uhr

      budget iphone????? für über 800 euro.. das so eine firma noch existiert??? aber was gutes hat es: der herr zellweger sabbert wahrscheinlich schon;-))))))

    • Geoffrey 14.09.2018, 11.47 Uhr

      budget iphone????? für über 800 euro.. das so eine firma noch existiert??? Mercedes, Audi, BMW, Ferrari, Jaguar etc existieren ja auch schon lange und werden weiterhin, genau wie Apple. geoffrey

    • charttrend 14.09.2018, 11.48 Uhr

      Das iPhone wird wirklich, je länger je mehr, zu einem hochpreisigen Luxusprodukt. Sollte Apple kein iPhone im Stil des SE mehr produzieren, werde ich mir zukünftig nur das jeweils letztjährige oder vorletztjährige Modell leisten können. Je mehr Kunden sich solche Überlegungen machen, je eher wird Apple Probleme bekommen.

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