BlackBerry erklärt seine Plattform für tot

BlackBerry verkündet das Ende seines App Stores und Betriebssystems. Den Anwendern bleibt eine letzte Galgenfrist.

von Simon Gröflin 18.12.2017

BlackBerry will nun auch das Geschäft mit der Software nicht mehr vorantreiben. Das Unternehmen hat angekündigt, am 31. Dezember 2019 beiden Plattformen, dem Betriebssystem «BlackBerry OS» und dem App Store «BlackBerry World», den Supporthahn abzudrehen. Dieser Schritt überrascht auch nicht: Nach anhaltenden Verlusten hat der einstige Smartphone-Pionier bereits im September vorausgeschickt, keine Telefone mehr mit dem eigenen OS zu entwickeln.

Letzte Galgenfrist

Der Marktanteil bei BlackBerry war zuletzt auf 0,1 Prozent gesunken. Damals hiess es aber noch, dass vormals exklusive Apps des eigenen Ökosystems weiterhin für Android-Nutzer vorangetrieben würden. Mit eigenen Apps sollte nun aber das Ende besiegelt sein. So setzt BlackBerry schon jetzt auf Android und will seine Geräte in Zukunft nur noch mit dem mobilen Google-Betriebssystem ausliefern.

Kunden, die auf einem Device mit BlackBerry OS rumsitzen, will der Hersteller noch zwei Jahre Zeit einräumen, um auf ein anderes Gerät umzusatteln. Ausserdem hatte das Unternehmen verlautbart, das BlackBerry Priv nicht mehr mit Updates zu versorgen, weil das obligatorische Google-Patch-Zeitfenster von zwei Jahren ausläuft. Man überlege sich jedoch, auch Trade-in-Optionen für Kunden anzubieten, die immer noch ihr Priv, BB 10 oder andere BlackBerry-Geräten benutzen.


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