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Dumm gelaufen: Elf kuriose Datenrettungen

Speicher zerlegt, gewaschen oder verbrannt: Die Datenretter von Attingo haben schon so einiges gesehen. Über diese Datenrettungsfälle staunen sogar wir.

von sgr, Klaus Lorbeer 04.01.2017
Bildergalerie Die Geschichte der Datenspeicherung Die Geschichte der Datenspeicherung 10 Fotos Zoom

Im Jahr 2016 haben sich in den Datenrettungslabors von Attingo einige kuriose, fast unglaubwürdige Fälle zugetragen. Daraus gezogene Lehren können vielleicht als Anregung für gute Vorsätze für einen erfolgreichen Start ins neue Jahr 2017 dienen. Im folgenden eine Auswahl der kuriosen Fälle.

1. Vernichtung missglückt

Attingo arbeitet immer wieder mit Gerichten und Sachverständigen zusammen, wenn mutwillig Daten vernichtet werden. In einem Fall von Veruntreuung versuchte ein Einzelunternehmer, die Daten von seinem Server zu vernichten, um alle Beweise verschwinden zu lassen. Der Beschuldigte besorgte sich eine Bohrmaschine und durchbohrte damit alle im Server verbauten Platten. Normalerweise ist das eine relativ sichere Methode der Datenvernichtung, da die Wiederherstellung – wenn überhaupt möglich – von solchen Platten extrem kostspielig und zeitaufwändig ist. In diesem Fall konnten die Daten aber mit überschaubarem Aufwand trotzdem gerettet werden: Der Mann hatte nicht bedacht, dass in diesem 3,5-Zoll-Festplattenmodell nur kleine Magnetscheiben verbaut waren, was von aussen nicht sofort erkennbar ist und hat deshalb relativ weit aussen gebohrt. Die Magnetscheiben blieben somit abgesehen von massiven Verschmutzungen durch die Metallsplitter komplett unversehrt.

Die Bohrmaschine: In der Regel der sichere Tod für eine Festplatte Die Bohrmaschine: In der Regel der sichere Tod für eine Festplatte Zoom© Screenshot / YouTube/Nick Tenney

2. Späte Überraschung – der Hammer vom Dach

Die folgende Geschichte ist dem Nachbarn eines Mitarbeiters von Attingo passiert: der Student war gerade in der Endphase des Schreibens seiner Masterarbeit und arbeitete im vergangenen Sommer meist draussen auf dem Balkon. Eines Nachmittags hatte der junge Mann Glück im Unglück. Er war gerade ins Haus gegangen, um etwas zu holen, da stürzte wie aus dem Nichts ein Hammer auf den Tisch, auf dem der Laptop stand. Die Dachdecker, die in der Woche zuvor einige Ausbesserungen vorgenommen hatten, hatten den Hammer auf dem Dach vergessen. Der Kunde hatte gleich doppelt Glück - er war vom Hammer verschont worden und seine Masterarbeit wurde vom beschädigten Laptop erfolgreich wiederhergestellt.

Wenn der Hammer aus Versehen auf den Laptop fällt ... Wenn der Hammer aus Versehen auf den Laptop fällt ... Zoom© forums.bluemoon-mcfc.co.uk / Screenshot

3. Versehentlich losgefahren

Folgendes Missgeschick passierte einer Kundin eines IT-Betreuers: Die Kundin löschte versehentlich Daten von ihrem NAS-System. Im Gegensatz zu manch anderen Fällen reagierte der EDV-Dienstleister richtig und wies die Kundin an, das NAS sofort vom Strom zu nehmen. Am selben Nachmittag noch machte er sich gleich auf den Weg zur Kundin um das NAS ins Labor zu fahren. Um das Auto aufzuschliessen, stellte er das NAS kurz auf dem Autodach ab. Unglücklicherweise erhielt er nach dem Aufsperren einen Anruf, der fast eine Viertelstunde Zeit dauerte. In Gedanken noch beim Telefonat stieg er nach dem Auflegen sofort ins Auto und fuhr los. Das NAS fiel dabei natürlich vom Dach und so kam zu den gelöschten Daten noch ein Sturzschaden hinzu. Alle Daten konnten glücklicherweise rekonstruiert werden.

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    Kommentare

    • karnickel 07.01.2017, 12.33 Uhr

      Lese echt gerne solche "Räubergeschichten". Kleine Kurzkrimis, bei denen niemals Personen direkt zu Schaden kommen. Was kann es Schöneres geben? ;) Ganz gut: Ein glitschiges Hausdach, ein Dachdecker mit Höhenangst - verliert seinen Hammer, der sich über Tage mit Wind und Regen langsam zur Dachrinne hin bewegt und danach just in jenem Moment den Gartentisch auf dem Kleinstbalkon verfehlt, auf dem sich gerade eben noch ein teures Designer-Notebook befand... Oder habe ich mir da jetzt bereits zu[...]

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