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Google nistet sich ins Schweizer Heimnetz ein

Die Google-Schwester «Nest» verkauft nun auch smarte Rauchmelder und Kameras in der Schweiz. Vier Produkte der US-Marke können bereits vorbestellt werden.

von Simon Gröflin 30.08.2017

Vor drei Jahren hat sich Google für 3,2 Milliarden US-Dollar ins Geschäft mit der vernetzten Haustechnik eingekauft. In den USA ist die Smart-Home-Marke seit 2010 schon sehr verbreitet, weil Nest seine Systeme mit einer einheitlichen Plattform vernetzt. Nun bringt das Unternehmen seine smarten Kameras und Rauchmelder auch in die Schweiz. Den Anfang machen vier neue Produkte, darunter drei Überwachungskameras und ein Brandmelder. 

Nest bringt einen Rauchmelder (Mitte) und eine Indoor-/Outdoor-Kamera in die Schweiz Nest bringt einen Rauchmelder (Mitte) und eine Indoor-/Outdoor-Kamera in die Schweiz Zoom© Nest

Alarm bei fremden Gesichtern

Der Nest Protect für 139 Franken kann Kohlenmonoxidwerte registrieren und eine Warnung aufs Smartphone verschicken. Die Nest Cam Indoor für 219 Franken ist für den Innenbereich vorgesehen. Sie arbeitet wie viele Smart-Cams mit WLAN und Full-HD-Auflösung und trumpft mit einer Zwei-Wege-Audiofunktion sowie einem Nachtsichtmodus. Das Outdoor-Modell für 239 Franken ist für den Ausseneinsatz konzipiert und kann mit IR-LEDs, Lautsprecher und Mikrofon angesteuert werden. Die Nest-Kamera verfügt zudem über eine Personenerkennung. Anwender können auch per Smartphone-Benachrichtigung mit dem Menschen in Kontakt treten.

Die NestCam IQ kommt mit einem Standfuss Die NestCam IQ kommt mit einem Standfuss Zoom© Nest

Nest IQ: 4K- und HDR-Auflösung

Die Nest Cam IQ für 369 Franken kann sogar Videos in 4K sowie HDR aufzeichnen und verfügt über einen zwölffachen digitalen Zoom. Das Hightech-Gadget soll dadurch auch zwischen einem Menschen und einer Katze unterscheiden können und Nutzer entsprechend warnen. So kann die App auch den Anwender benachrichtigen, wenn jemand mit unbekanntem Gesicht in der Wohnung auftaucht.

Ähnlich wie Logitech mit der Circle-Linie legt man bei den Streams grossen Wert auf eine 128-Bit-AES-Verschlüsselung. Beim Datenschutz verspricht Nest, keine Daten an den Google-Konzern weiterzugeben. Der Handel mit Daten gehöre nach eigenen Angaben nicht zum Tätigkeitsberich des Nest-Konzerns.

Wir sind einmal gespannt. Allerdings fehlt beispielsweise noch der lernfähige Wi-Fi-Thermostat. Kompatibel sind die Smart-Home-Gadgets etwa mit Philips Hue, Samsung Smart Home und Logitech Harmony respektive mit allen Produkten, die ein Nest-Logo auf der Packung haben. Eine Übersicht zu den vernetzbaren Geräten findet man bei Nest auf dieser Seite.


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