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Hands-on: Lenovo Yoga Book

Wir waren für Sie am Lenovo Global Launch und haben das Yoga Book ausprobiert. Fazit: exotisch.

von Florian Bodoky 05.09.2016

Das Yoga Book von Lenovo macht auf den ersten Blick den Eindruck eines typischen 2-in-1-Geräts mit starkem Display und, ähnlich HPs Spectre, einem um 360 Grad drehbaren Bildschirm. Selbstverständlich ist es das leichteste und dünnste Gerät überhaupt (zumindest, bis Tags drauf etwas anderes angekündigt wird). In der Tat unterscheidet sich das Yoga Book bei genauerem Hinsehen und vor allem «Hinfühlen» merklich von anderen Devices. 

Das Convertible, das in einer Windows- und in einer Android-Variante erscheint, hat eine Touch-Tastatur im Gepäck. Diese sieht zwar aus wie die altbekannten Type-Cover, jedoch sind die Tasten nur «aufgedruckt» und signalisieren mittels Tastatur-LED die Einsatzbereitschaft. Klappt man die Tastatur um, wechselt also in den Tablet-Mode, erlischt die Beleuchtung automatisch. Beim «Herumtöggele» spürt man ein haptisches Feedback und auch ein Trackpad ist vorhanden. Interessant: Es gibt eine Art Tipptoleranz, die erkennt, dass man z.B. die White-Space-Taste drücken wollte, auch wenn man diese vielleicht um einen Millimeter verpasst hat. Dies wird Capacitive Touch Technology genannt. 

Die Tastatur gibt haptisches Feedback (PCtipp) Die Tastatur gibt haptisches Feedback (PCtipp) Zoom

Die Handschrift kommt zurück

Das Spannendste am Yoga Book ist aber sicherlich die sogenannte AnyPen Technology. Auf der besagten Tastatur lässt sich das (mitgelieferte) Book Pad montieren. Dieses ist magnetisch und haftet gut an der Tastatur. Auf diesem Book Pad lässt sich normales Schreibpapier fixieren. Mit einem gewöhnlichen Kugelschreiber lässt sich dieses Papier nun beschreiben – und die geöffnete App (zum Beispiel OneNote oder Word) bildet das Geschriebene 1:1 in Echtzeit auf dem Display ab. Die Datei lässt sich danach abspeichern und natürlich teilen. Praktisch im Alltag, bei Einkaufszetteln und Ähnlichem.

Die Tastatur fungiert bei Bedarf als Standfuss Die Tastatur fungiert bei Bedarf als Standfuss Zoom

Es funktioniert auch bei schnellem Schreiben oder bei gezeichneten Skizzen akkurat. Der Sinn dieser Technologie sei es, dem User ein Maximum an intuitiver Bedienung zu bieten – und das sei nach wie vor die Handschrift. Jedoch: Das Yoga Book bildet das Geschriebene 1:1 ab, also nicht nach dem OCR-Verfahren der Handschriftenerkennung.

Fazit

Die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Auch ist das Gerät sehr handlich und die AnyPen-Technologie ist eine interessante Idee. An eine effiziente Textproduktion mag ich mangels richtigem Type-Cover oder gar Tastatur trotzdem nicht recht glauben.

Preise und Verfügbarkeit

Das Lenovo Yoga Book kommt als Windows-10- und als Android-Version (Marshmallow). Das Yoga Book ist mit einem Intel-Atom-x5-Prozessor, 64 GB Speicher und im Android-Fall mit Dolby-Atmos-Lautsprecher ausgerüstet. Die Display-Grösse beträgt 10,1 Zoll. 

Die Preise betragen 599 Franken (Android) und 699 Franken (Windows). Die Geräte sind ab sofort erhältlich. 


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