Lizenzpflicht für Hobby-Drohnenpiloten

Wer hobbymässig eine Drohne steuert, muss in Zukunft einen Test durchlaufen. Ein neues Gesetz könnte schon 2019 in Kraft treten.

von Simon Gröflin 16.04.2018

Drohnenpiloten, die hobbymässig eine Drohne steigen lassen, müssen eventuell bald nachweisen können, dass sie diese auch optimal zu steuern in der Lage sind. Einem Bericht der NZZ zufolge wird derzeit von der europäischen Agentur für Flugsicherheit (Easa) ein entsprechendes Gesetz erarbeitet. Da die Schweiz in der Luft weitgehend EU-Recht übernimmt, werde ein solches Gesetz auch hierzulande zur Anwendung gelangen. Dies soll laut dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) frühestens im nächsten Jahr der Fall sein.

Neue Kurse zu Sicherheitsbestimmungen

Was eine solche Lizenz beinhaltet, ist derzeit noch völlig unklar. Vorgesehen zur Schulung seien internetbasierte Kurse. Die angehenden Drohnenpiloten würden am Ende des Kurses ein entsprechendes Zertifikat erhalten. Dabei sollen die Hobby-Flieger in geltenden Sicherheitsbestimmungen zur Flughöhe, Temperatur und Windgeschwindigkeit geschult werden, wie ein Sprecher des Bazl gegenüber der NZZ erklärt. Ein Lizenzierungssystem gibt es in der Schweiz bislang nur vom Schweizerischen Verband ziviler Drohnen (SVZD), das verschiedene Zertifizierungen für Hobby- und Profi-Drohnenflieger attestieren kann. Ob Ausbildungen der bestehenden Kurse mit der Einführung eines neuen Schulungssystems weiterhin anerkannt werden, ist ebenfalls noch offen. 

Tags: Drohne

    Kommentare

    • ximpim 16.04.2018, 16.05 Uhr

      Genial, da kann jeder 14 jährige, der seine Drohne im Dschingis Kahn Land bestellt erfasst werden und zum Kurs eingeladen werden. Wissen ist begrenzt, Fantasie ist Unendlich. Oder einfacher gesagt, Schwachsinn.

    • patrick 16.04.2018, 19.42 Uhr

      Ich bin selber Drohnenpilot und finde das nicht mal so schlecht. Den Leuten, die "e dummi händ" kann man dann seine Lizenz vorlegen (wurde auch schon mit der Polizei bedroht weil ich keine Lizenz vorlegen konnte).

    • ximpim 16.04.2018, 20.55 Uhr

      Also ich fliege seit über 30 Jahren Flächenflieger über 15 Jahre Helikopter und bin auch "Drohnenflieger" mit Kamera und natürlich FPV und auch Racekopterpilot, wobei ich das Wort Copter bevorzuge, weil Drohnen haben für mich etwas mit Drohen zu tun. Wobei ja jedes Ferngesteuerte Flugobjekt eine Drohne ist. Wenn man in einem Club ist hat man sich an gewisse Vorschriften zu halten und es kostet auch etwas, auch eine Versicherung ist Pflicht. Einen Ausweis oder so wollte allerdings von mir noch n[...]

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