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Mastercard lanciert Karte mit Fingerabdrucksensor

Das Bezahlen per Kreditkarte könnte bald um einiges bequemer werden: Mastercard entwickelt eine Karte, die ohne PIN auskommt. Stattdessen übernimmt ein Fingerabdruckscanner die Identifikation des Besitzers.

von Luca Perler 24.04.2017

Laptops und Smartphones sind schon seit geraumer Zeit mit Fingerabdrucklesern ausgestattet, auch Türen und Safes lassen sich heute per Daumenabdruck öffnen. In der Regel ist diese Variante der Authentifikation deutlich sicherer als jene mit PIN. Forschern ist es trotzdem bereits gelungen, diese Methode auszutricksen. Demnächst kommt die biometrische Authentifizierung nun auch im Zahlungsverkehr zum Einsatz. Mastercard hat eine Kreditkarte entwickelt, bei der zum Zahlen kein PIN-Code mehr eingegeben werden muss. 

Der Fingerabdruckleser ist oben rechts auf der Karte platziert Der Fingerabdruckleser ist oben rechts auf der Karte platziert Zoom© Mastercard

Diesen Job übernimmt ein kleiner Fingerabdruckscanner, der sich in der oberen rechten Ecke des Kärtchens befindet. Beim Bezahlvorgang im Laden müssen Kundinnen und Kunden lediglich ihren Daumen darauf platzieren, schon wird der Betrag vom Konto abgebucht. Das neue Kärtchen funktioniere an allen Bezahlterminals weltweit, schreibt Mastercard in einer Medienmitteilung.

Fingerabdruck als zusätzliche Authentifizierungsstufe

Die Karte soll weltweit an allen Bezahlterminals funktionieren Die Karte soll weltweit an allen Bezahlterminals funktionieren Zoom Von der biometrischen Autorisierung von Zahlungen verspricht sich das Kreditkartenunternehmen nicht nur eine bequemere und schnellere Abwicklung von Transaktionen: «Der Fingerabdruck bietet zusätzliche Sicherheit, weil er nicht gestohlen oder reproduziert werden kann», erklärt Mastercards Sicherheitsleiter Ajay Bhalla. Ein weiterer Vorteil der neuen Karte mit biometrischer Identifizierung sei, dass diese nie die Hand seines Besitzers verlasse.

Sollte der Fingerabdruckleser nicht funktionieren – das kann etwa bei verschwitzten oder fettigen Händen vorkommen –, dann könnten Zahlungen nach wie vor per PIN-Code ausgelöst werden, erklärt eine Unternehmenssprecherin gegenüber TechCrunch.

Erste Testläufe führte Mastercard bereits mit einer Bank und einem Lebensmittelladen in Südafrika durch. Pilotversuche in Europa und im pazifischen Raum sollen demnächst folgen. Die Einführung der Karte sei noch in diesem Jahr vorgesehen. Eine Version für Karten, die das kontaktlose Bezahlen unterstützen, sei ebenfalls geplant. Diese verlangen PIN oder Unterschrift erst ab 40 Franken.


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