Meltdown und Spectre: Hier geht es zu den ersten BIOS-Updates

Nur mit den neusten BIOS-Updates dichtet man die schweren Prozessorlücken im Zusammenspiel mit den Betriebssystem-Updates ab. Aber überstürzen Sie nichts!

von Simon Gröflin 16.01.2018

Noch ist der Spuk um die Horrorlücken Meltdown und Spectre nicht vorbei. Die ersten Security-Patches zu Meltdown und Spectre schützen zumindest auf Betriebssystemebene. Da es sich bei den Prozessorlücken um Hardware-Fehler handelt, führt jedoch kein Weg an Firmware oder Microcode- Updates vorbei. Denn nur zusammen mit dem Hardware-Patch entfaltet der Schutz seine Wirkung. Allerdings warnen wir an dieser Stelle auch vor einigen Problemen: Sie müssen bei BIOS-Updates genau wissen, was Sie tun, da wichtige Systeminformationen neu geschrieben werden. Wer sich nicht mehr ganz sicher ist, wie das geht oder das zum ersten Mal tut, wirft bitte einen Blick in unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Probleme mit Haswell und Broadwell

Ausserdem wurde nun bekannt, dass erste System-Upgrades zu Haswell und Broadwell zu plötzlichen Neustarts führen. Dazu hat Intel jüngst ein Statement veröffentlicht. Lesen Sie daher die Update-Informationen der jeweiligen Dateien sehr genau durch. Nehmen Sie sich ruhig Zeit, denn im Moment stehen sowieso noch viele Patches aus, obwohl Intel versprochen hat, bis zum 15. Januar für 90 Prozent aller Prozessoren der vergangenen fünf Jahre mit Updates zu versorgen.

Wichtig:

Unter Umständen verwenden nicht alle Prozessoren verschiedener Notebooks die gleiche BIOS-Version. Finden Sie heraus, welcher Prozessor in Ihrem tragbaren Computer oder All-in-One-System installiert ist und gleichen Sie dies mit der Dokumentation in Ihrem Download ab, bevor Sie das BIOS-Update installieren. Suchen Sie unter Windows nach msinfo32.exe und klicken Sie auf das Systemprogrogramm, um alle Informationen über Ihr System einzusehen. Alternativ hilft ein Tool wie CPU-Z.

Acer

Acer schreibt, man werde die neusten Patches aktiv testen und die Datenbank laufend aktualisieren. Zu den betroffenen Modellen gibt es auf der Herstellerseite unter «Affected Models» eine Übersicht. Zur Identifikation des zu patchenden Rechners hilft die Treiberseite, bei der man die Modell- oder Seriennummer in der Suchleiste eintippen kann, um einen Update-Assistenten herunterzuladen.

Asus

Asus hat für seine Motherboards erste Microcode-Patches veröffentlicht. Das sind bis jetzt die Chipsätze der sechsten, siebten und achten Generation:

  • X99, X299
  • Z370, Z270, H270, Q270
  • B150, B250, H110, Q170, Z170

Zu den Update-Tools für Laptops und PCs des taiwanesischen Herstellers gelangt man ebenfalls über diese Support-Seite. Man wird dann aufgefordert, seine Modellnummer näher zu spezifizieren und erhält einen Update-Assistenten.

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    Kommentare

    • hazet 16.01.2018, 17.36 Uhr

      Moment mal! Es geht nicht um einen klassischen Hardware "Fehler" sondern um etwas, das die Prozessordesigner absichtlich so wollten um den Geschwindigkeitswahn der PC Benutzer in den späten 90-ern zu befriedigen. Es ist unfair, nun diese Leute in die Pfanne zu hauen!

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