Mobile Scanner: Das müssen Sie wissen

Mobile Scanner sind so kompakt und leicht, dass sie problemlos im Handgepäck Platz haben. Das macht sie zu nützlichen Gehilfen im mobilen Büro oder bei Einsätzen bei Kunden vor Ort. Wir zeigen, welche Modelle es gibt und für wen sich diese am besten eignen.

von Beat Rüdt 19.09.2018
    Zoom Notizen digitalisieren, einzelne Sätze übersetzen, Grafiken elektronisch ablegen oder ganze Papierstapel digital verfügbar machen: So unterschiedlich die Anwendungsgebiete von mobilen Scannern sind, so unterschiedlich sind auch die Modelle, die angeboten werden. Wir geben Ihnen hier deshalb nicht nur eine Übersicht über die Geräte, sondern zeigen Ihnen auch, wofür welche Modelle besonders geeignet sind. Die mobilen Scanner verfügen über alle Funktionen, die Sie auch vom Scannen mit einem stationären Multifunktionsgerät oder Scanner gewohnt sind: Die Dateien können (Ausnahme: Verwenden eines Scanstifts) als Bilder (JPG oder TIFF), PDF oder Textdokument (mittels Texterkennungs-Software) gespeichert und in beliebigen Programmen weiterverarbeitet werden.

Der Scanstift

Mit einem Scanstift können Sie Texte oder Zahlenfolgen aus einer beliebigen Vorlage einlesen. Er kann überall dort sinnvoll angewendet werden, wo Sie sonst abschreiben müssten – zum Beispiel beim Einlesen von Einzahlungsscheinen, aber auch beim Abtippen kürzerer Textpassagen. Besonders praktisch: Der Scanstift funktioniert mit jeder beliebigen Anwendung (Word, Excel etc.), weil er im Prinzip die Ziffern und Buchstaben wie eine Tastatur an das geöffnete Programm (oder Textfeld) übermittelt. Dank geeigneter Software können eingelesene Texte auch gleich in eine andere Sprache übersetzt werden – zum Beispiel, wenn Sie eine fremdsprachige Betriebsanleitung verstehen möchten. Bei Bedarf kann man sich den eingescannten Text auch vorlesen lassen. Nützlich: Neben Buchstaben und Ziffern können auch Strichcodes eingelesen werden.

Die beschriebene Leistung bietet zum Beispiel der IRISPen Executive 7, der für rund 110 Franken im Fachhandel erhältlich ist, Bild 1. Das Gerät ist mit PCs sowie Mac-Computern kompatibel und wird via USB an den Computer angeschlossen. Rund 40 Franken teurer ist die kabellose Variante namens IRISPen Air 7, die via Bluetooth zusätzlich mit Android- und iOS-Geräten (Smartphones und Tablets) verbunden werden kann.

Bild 1: Den IRISPen gibt es als USB- oder Bluetooth-Lösung Bild 1: Den IRISPen gibt es als USB- oder Bluetooth-Lösung Zoom

Mausscanner

Von derselben Firma gibt es auch Computermäuse mit integriertem Scanner, zum Beispiel die IRIScan Mouse 2, Bild 2. Bewegt man die Maus über eine Vorlage und drückt dabei die seitlich angebrachte Taste zum Scannen, wird sie abgetastet und das entstehende Bild von der Software am Computer zusammengesetzt. Bilder und Texte werden als solche erkannt, sodass die gescannte Vorlage in Word, Excel oder einem anderen Programm weiterbearbeitet werden kann. Die Vorlage sollte allerdings nicht grösser als A4 sein. Die USB-Version der IRIScan Mouse 2 kostet im Schweizer Fachhandel knapp 70 Franken, die drahtlose Version (Wi-Fi) rund 160 Franken.

Bild 2: Maus mit integriertem Scanner – IRIScan Mouse 2 Bild 2: Maus mit integriertem Scanner – IRIScan Mouse 2 Zoom

Unabhängige Scanleiste

Ähnlich wie der Mausscanner wird auch der Renkforce W4S über die Vorlage gezogen, Bild 3. Dank dieser Methode können nicht nur Fotos, Visitenkarten und Einzelblätter, sondern auch gebundene Bücher und Kataloge bequem eingescannt werden. Der Scanner lässt sich mit Batterien betreiben und verfügt über einen Speicherkarten-Steckplatz. So funktioniert er auch ohne Verbindung zu einem Computer oder Smartphone, die Daten lassen sich zu einem späteren Zeitpunkt auf ein anderes Gerät übertragen. Der Renkforce W4S kostet im Fachhandel um die 110 Franken.

Bild 3: Der Renkforce W4S scannt Dokumente in einem Durchgang Bild 3: Der Renkforce W4S scannt Dokumente in einem Durchgang Zoom

Einfacher Einzug

Wenn Ihnen das Einscannen von Hand zu abenteuerlich ist, können Sie auf ein einfaches Gerät mit Einzug setzen: Beim Epson DS-30 wird das Papier durchgezogen und digitalisiert, Bild 4. Das klappt mit Visitenkarten genauso wie auch mit Papier bis zu einer Grösse von A4. Der Scanner wiegt nur 325 Gramm und kann bequem via USB am Computer angeschlossen werden. Im Fachhandel kostet der Epson DS-30 rund 130 Franken.

Bild 4: Auch mobile Scanner mit Einzug gibt es, so zum Beispiel den Epson DS-30
Bild 4: Auch mobile Scanner mit Einzug gibt es, so zum Beispiel den Epson DS-30 Zoom

Der kleine Alleskönner

Bereits ab einem Preis von ca. 125 Franken erhalten Sie ein Gerät, das noch deutlich mehr kann: Der P-208II aus dem Hause Canon hat einen automatischen Papiereinzug für bis zu 10 Seiten und kann diese sogar doppelseitig einlesen, Bild 5. Er wird via USB am PC angeschlossen. Dank seiner kompakten Bauweise kann auch dieses Gerät bequem mitgenommen werden. Für die drahtlose Übertragung muss bei diesem Scannerallerdings ein Zusatzmodul gekauft werden und das hat seinen Preis. Das Modul allein kostet zusätzlich 172 Franken.

Bild 5: Der Canon P-208II kann
Dokumente doppelseitig einlesen
Bild 5: Der Canon P-208II kann Dokumente doppelseitig einlesen Zoom

Der Profi-Digitalisierer

Natürlich gibt es auch ausgewachsene ProfiLösungen für unterwegs. Ein Vertreter dieser Kategorie ist der Brother ADS-100W, Bild 6. Er verfügt über einen Dokumenteneinzug, der bis zu 20 Seiten aufnimmt und diese beidseitig scannen kann. Die Scans lassen sich via WLAN oder USB an ein Gerät übertragen oder bei Bedarf auch direkt auf einen USB-Stick speichern. Eine weitere Besonderheit ist der Kartenschlitz, mit dem sich Plastikkarten einscannen lassen. Der Preis liegt bei 250 Franken.

Bild 6: Selbst Plastikkarten digitalisiert der Brother ADS-100W ohne zu mucken Bild 6: Selbst Plastikkarten digitalisiert der Brother ADS-100W ohne zu mucken Zoom
Tags: Scanner

    Kommentare

    • Klarinettist 25.09.2018, 15.43 Uhr

      Das mit dem Einzahlungsschein scannen hat seine Tücken, da ab 2019 oder 2020 der codierte ES kommt. Dann funktionieren sicher die Stiftscanner (z.B. Paypen) nicht mehr. Bei den anderen hier vorgestellten Scannern hätte ich gerne genaueres erfahren.

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