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Schaffhauser Firma kopiert die Apple Watch eins zu eins

Dreist abgekupfert? Die «Swiss Alp Watch» sieht der Apple Watch zum Verwechseln ähnlich. Jedoch tickt sie im Innern anders.

von Simon Gröflin 08.01.2016

Die Schweizer Uhrenbranche reagiert unterschiedlich auf die Bedrohung aus Cupertino. Während es Nick Hayek, der Chef von Swatch, eher gelassen sieht, hob Tag-Heuer-Chef Jean Claude Biver kürzlich seinen Zeigefinger: Mit Einstiegspreisen von 1200 Franken kam Apple seiner Ansicht nach der Schweizer Uhrenbranche gefährlich nahe. Jedoch: Auch im Luxussegment hat Apple eine goldene, dafür schwer vererbbare Version seiner Computeruhr für 17'500 Franken im Angebot. Einen vollkommen anderen Ansatz verfolgt die Schaffhauser Uhrenfirma H. Moser & Cie. mit der «Swiss Alp Watch», die der Apple Watch zum Verwechseln ähnlich sieht. Jedoch trägt sie kein elektronisches Herz in sich: Sie ist vollkommen mechanisch.

Ein dreister Klon? Die Swiss Alp Watch Ein dreister Klon? Die Swiss Alp Watch Zoom

Die 100-prozentige Swiss-Made-Technologie schlägt aber mit bis zu 25'000 Franken zu Buche. Ein gezielter Affront auf Apple? Könnte man meinen. Jedenfalls, wenn man sich das verdächtig ähnliche Werbevideo anschaut:

«Ohne Telefon und ohne Messages wird sie Ihr Leben verändern. Sie verbindet wieder mit Leuten ...»

«Sie repräsentiert unsere Widerstandsfähigkeit, unseren entschlossenen Kampf für unsere Werte und Traditionen», heisst es in einer offiziellen Pressemitteilung.

Offenbar hat die Schweizer Uhrenschmiede keine Angst davor, von Apple verklagt zu werden. Die Uhr sei weit genug davon entfernt. Man bewege sich in einem ganz anderen Segment, so der CEO von H. Moser & Cie. auf Anfrage diverser Tageszeitungen.


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