Smartlights: Hue und Co. im grossen Vergleich

Smarte Lampen wechseln auf Knopfdruck ihre Farbe, brauchen nur einen Bruchteil des Stroms einer Glühbirne, scheinen aber genauso hell. Der PCtipp testet die aktuelle Riege der cleveren Strahlemänner.

von Daniel Bader, fby 27.06.2018

Das beste Licht für jede Stimmung: Wer beim morgendlichen Aufstehen eher kaltweisses Licht bevorzugt, beim Dinner aber lieber auf eine warmweisse Beleuchtung zurückgreift, findet bestimmt Gefallen an smarten Lampen. Denn die intelligenten Leuchtmittel können nicht nur in bis zu 16 Millionen verschiedenen Farben strahlen, sie lassen sich auch stufenlos dimmen und sorgen für stimmungsvolle Lichtspiele während des ganzen Tages. Und das Beste: Zur Inbetriebnahme braucht es keinen Elektriker oder sonstigen Experten. Die Leuchtmittel lassen sich bequem mit dem eigenen Smartphone und der passenden App installieren und steuern. Der PCtipp hat in dieser Kaufberatung sieben verschiedene Lampen getestet. Nachfolgend geben wir einige wichtige allgemeine Kauftipps.

Viele clevere Anwendungen

Neben den genannten Anwendungsszenarien bieten die smarten Lampen noch weitere Vorteile: Durch eine Anwesenheitssimulation können sie Einbrecher fernhalten, indem sie sich willkürlich am Tag und in der Nacht ein- und ausschalten. Daneben gehorchen die Lampen sprichwörtlich aufs Wort, sofern sie kompatibel mit den Sprachassistenten von Amazon (Alexa), Apple (Siri) oder Google (Assistant) sind. So können Nutzer etwa die passende Stimmung für eine Filmnacht auf Sprachkommando herbeizaubern.

Wichtige Kaufkriterien

Die sieben getesteten Lampensysteme unterscheiden sich bezüglich ihrer Funktionen, aber auch in der Unterstützung für die Smart-Home-Plattformen von Amazon, Apple, Google und weiteren Drittanbietern. Nachfolgend erfahren Sie, welche Kaufkriterien besonders entscheidend sind.

Lampenfassung

Typischerweise gibt es Leuchtmittel in drei unterschiedlichen, gängigen Lampenfassungen: Während es sich bei der E14 und der grösseren E27 um Schraubfassungen handelt, ist die Variante G10 eine Stecksockelfassung. Im Test kommen nur Lampen mit der breiten E27-Fassung vor. Einige der hier getesteten Hersteller bieten ihre smarten Lampen aber auch für andere Fassungen an. Konsultieren Sie dazu am besten die Website des Herstellers.

Verbrauch und Helligkeit

Einer der grossen Vorteile der LED-Lampen ist ihre geringe Leistungsaufnahme von 15 Watt oder noch weniger. Trotz des niedrigen Stromverbrauchs erzielen die LED-Lampen eine hohe Helligkeit von 600 bis sogar 1000 Lumen. Die Helligkeit einer LED-Lampe von 800 Lumen ist ungefähr gleichzusetzen mit der einer 60-Watt-Glühbirne.

Funkstandards

Damit Anwender die Lampen per SmartphoneApp steuern können, sind in den Leuchtmitteln Funkchips verbaut. Diese kommunizieren entweder mit einer Basistation (auch Hub genannt) des Lampenherstellers oder direkt mit dem WLANRouter. Der Unterschied liegt im Detail: Leuchtmittel, die direkt mit dem Netzwerkknoten kommunizieren, basieren auf dem Wi-Fi-Protokoll. Im Testfeld gehören dazu die Modelle von myStrom, Lifx und TP-Link. Alle anderen Produkte arbeiten mit dem ZigBee-Standard und benötigen eine Station, welche die Lampen steuert. Diese fungiert als Bindeglied zwischen Router und Lampen.

Funktionen

Zu den typischen Standardfunktionen aller getesteten smarten Lampen gehört die Auswahl der Farbe sowie das Einstellen der Helligkeit. Zudem bieten die Modelle in Verbindung mit der Smartphone-App eine Zeitschaltuhr. Auch die Gruppensteuerung mehrerer Leuchtmittel ist in Verbindung mit der App möglich. Um Einbrecher abzuhalten, verfügen die cleveren Lampen über einen speziellen Modus, der diese zufällig ein- und ausschaltet.

Plattformportabilität

Einen schönen Mehrwert bieten die Lampen, wenn sie sich mit SmartHome-Plattformen und Sprachassistenten koppeln lassen. Die bekanntesten Plattformen sind Amazon Alexa, Apple HomeKit und Google Home. Ebenso inte-ressant ist die Möglichkeit, die Lampen mit übergreifenden Plattformen wie IFTTT (If this than that = wenn das passiert, tu dies) zu steuern. Hinweis: Einige Hersteller bieten eine solche Unterstützung nicht gleich von Beginn an, sondern schalten diese per Firmware-Updates später frei.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Die Lampen im Einzeltest

Die Lampen im Einzeltest

Der PCtipp hat die Lampensysteme von sieben Herstellern bezüglich Inbetriebnahme, Funktionen und Praxisbetrieb getestet. Die Einzeltests lesen Sie nachfolgend. Zusätzlich finden Sie alle wichtigen Details zu den Lampen in der Testtabelle.

Ikea Tradfri

Ikea Trådfri Ikea Trådfri Zoom© Ikea

Das drahtlose (auf Schwedisch «Trådfri») Starterset von Ikea besteht aus zwei LED-Lampen, einem Hub sowie einer Fernbedienung, die als Schalter für die Leuchtmittel dient. Die Inbetriebnahme ist schnell erledigt und funktioniert wahlweise mit und ohne App. Bei der Installation ohne Software muss allerdings auf Komfortfunktionen, die sich via Smartphone steuern lassen, verzichtet werden. Zur Grundinstallation: Die beiden Lampen werden in E27-Fassungen eingeschraubt. Danach wird die Fernbedienung nahe an jedes der Leuchtmittel gehalten und der Pairing-Knopf gedrückt. Nach rund 2 Sekunden hatten sich im Test Fernbedienung und Lampen synchronisiert. Mit der Fernbedienung lassen sich die Lampen ein- und ausschalten sowie stufenlos dimmen. Als Farben stehen Kaltweiss, Warmweiss und Neutralweiss zur Auswahl.

Bei der Installation per Trådfri-App wird zusätzlich der Hub mit einer Steckdose sowie mit dem Router per Ethernet-Port verbunden. Danach installiert man die App (für Android und iOS) auf dem Smartphone. Ein Assistent führt den Anwender durch die komplette Installation. Danach lässt sich das System im heimischen WLAN steuern, von ausserhalb ist aber kein Fernzugriff möglich. Mit der App lassen sich Leuchtmittel gruppieren oder einzeln schalten respektive dimmen. Zudem kann per App auch eine Zeitschaltung aktiviert werden, um beispielsweise eine Präsenz vorzutäuschen oder mit einem speziellen Licht aufzustehen bzw. ins Bett zu gehen. Ikeas Trådfri benutzt als Übertragungsstandard ZigBee. Schön: Die Smart-Home-Lösung ist aktuell kompatibel mit Amazon Alexa, HomeKit von Apple sowie Google Home und lässt sich folglich per Sprachbefehl steuern.

Fazit: Mit Trådfri bietet Ikea eine interessante und vor allem günstige Einstiegslösung (Preis: 95 Franken) für steuerbare Lampen. Die Installation ist einfach, die Kompatibilität macht das Set flexibel. Schade, ist die Lichtauswahl beschränkt.

Lifx WiFi Multi-Color LED Bulb

Lifx WiFi multi-color LED Bulb Lifx WiFi multi-color LED Bulb Zoom© Lifx

In nur drei Schritten lässt sich gemäss Lifx das Fr. 74.40 teure Starterset installieren und in Betrieb nehmen. Zuerst wird die WiFi multi-color LED Bulb in die Fassung geschraubt, danach an der rechten Seite eingeschaltet. Im Anschluss muss die Lifx-App für Android- oder iOS-Smartphones unter der Adresse go.lifx.com heruntergeladen werden, um die Glühbirne in Betrieb zu nehmen. Die Lampe macht mit ihrem Gewicht von 295 Gramm einen recht massiven Eindruck. Wegen des Durchmessers von 6,5 Zentimetern sollte man vor dem Kauf unbedingt prüfen, ob das Leuchtmittel tatsächlich in den vorgesehenen E27Sockel passt. Schön: Mit einer versprochenen Lebensdauer von 40 000 Stunden übertrifft die LED Bulb die Konkurrenz deutlich.

Auch bei der Helligkeit ist sie im Vorteil: Mit bis zu 1000 Lumen bietet sie die grösste Helligkeit im Testfeld. Das hat allerdings auch seinen Preis: Mit Fr. 74.40 ist die Glühbirne nicht gerade billig. Der gemessene Verbrauch beträgt zudem 17 Watt. Die Lampe ist im Vergleich zur Konkurrenz recht stromhungrig. Die Inbetriebnahme ist simpel: Nach der Registrierung per E-Mail und Passwort kann die Lampe nach Gusto mit der App gesteuert werden. Die App ist in den meisten Fällen nahezu selbsterklärend. Die Lampe arbeitet mit WLAN, aber leider nur im N-Standard und im 2,4-GHz-Band. Dieser ist zwar weitverbreitet, birgt aber dennoch die Gefahr, dass das Frequenzband wegen vieler anderer Wi-Fi-Geräte überlaufen ist. Im Test funktioniert die Steuerung genauso, wie sie sollte. Allerdings wurde die Lampe sehr warm (ca. 59 0C). Ab und zu konnten wir zudem ein leichtes Brummen wahrnehmen. Es lassen sich verschiedene Lichtszenen (Blitzgewitter, Disco, Pulsieren etc.) programmieren.

Im Detail können Helligkeit, Farbtemperatur und Farbe eingestellt werden. Eine Zeitschaltuhr ist ebenfalls integriert. In Verbindung mit der Nest-App von Google lässt sich die Glühbirne auch von unterwegs steuern. Fazit: Die Vorteile der Lifx WiFi multi-color LED Bulb sind die hohe Lichtausbeute, lange Lebensdauer und umfassende Kompatibilität mit Drittanbietern. Weniger Freude machen der Stromverbrauch und die Wärmeentwicklung.

Nanoleaf Ivy Smarter Kit

Nanoleaf Ivy Smarter Kit Nanoleaf Ivy Smarter Kit Zoom© Nanoleaf

Das 118 Franken teure Ivy Smarter Kit von Nanoleaf besteht aus zwei Birnen und einem Hub. Das Lampendesign ist kompakt und im Vergleich zu den anderen sechs Lösungen sehr elegant und etwas Besonderes: Die aus Kunststoff bestehenden Hüllen der beiden Lampen sind nämlich nichts anderes als Leiterplatten, die auf der nicht sichtbaren Rückseite elf LEDs miteinander verbinden. Ein Vorteil dieser Konstruktion: Das Material führt die Hitze recht schnell ab, wodurch die gesamte Konstruktion im Betrieb praktisch handwarm bleibt. Die Nanoleaf-Lösung arbeitet nach dem ZigBee-Protokoll. Zur Inbetriebnahme muss die App «Smarter Reihe» (für Android und iOS) aufs Smartphone heruntergeladen und installiert werden. Zum Koppeln wird die Oberseite des Hubs gedrückt, dieser sucht daraufhin die in Reichweite befindlichen Lampen und verbindet sich mit diesen.

Eine Besonderheit: Das Dimmen funktioniert auch ohne App, und zwar mit dem Lichtschalter alleine. Die zugrunde liegende Funktion heisst «Nanoleaf Bloom» und klappt mit einem gewöhnlichen Lichtschalter. Dazu wird der Lichtschalter kurz aus- und wieder eingeschaltet, um das Dimmen zu starten. Bei der gewünschten Helligkeit wird der Schalter nochmals aus- und eingeschaltet, um die Helligkeit festzulegen – fertig. Wer das allerdings lieber per Smartphone erledigen will, kann dies ebenso. Zudem lässt sich mit der App auch das Licht von Warmüber Neutral- bis Kaltweiss regeln. Lichtsimulationen für bestimmte Szenarien sind per Programmierung möglich. Schön sparsam: Im Betrieb verbrauchte ein Leuchtmittel maximal 7,5 Watt. Die Helligkeit geht mit 800 Lumen in Ordnung.

Fazit: Das Design und die Bedienung des Ivy Smarter Kit von Nanoleaf sind top. Im Vergleich zur Konkurrenz bleibt das Lampensystem auch bei längerem Betrieb handwarm – bei geringem Stromverbrauch. Die Farbauswahl ist jedoch beschränkt. Zudem bietet die App wenig Hilfestellungen, ist aber einfach zu bedienen.

Osram Lightify LED Starter-Kit

Osram Lightify Osram Lightify Zoom© Osram

Für den Preis von Fr. 81.90 bringt Osram mit Lightify ein günstiges und kompakt gebautes Starter-Kit heraus, das sich zudem mit weiteren Lampen erweitern lässt. Es besteht aus einer 10-Watt-Lampe (16,7 Millionen Farben) und dem LightifyHub, um das Leuchtmittel mit E27-Fassung über ein Smartphone einzustellen. Die Inbetriebnahme ist leider nicht gerade anwenderfreundlich, konnte aber ohne grössere Probleme erledigt werden: Dazu wird im ersten Schritt die Lampe in die Fassung eingeschraubt, danach die App heruntergeladen. In der Anleitung gibt es dazu einen QR-Code. Alternativ dazu kann man das Programm in den Stores von Google oder Apple manuell suchen. Im Anschluss muss noch, bevor man den Hub in einer freien Steckdose platziert, ein weiterer QR-Code gescannt werden, der sich auf der Unterseite des Geräts befindet. Läuft alles korrekt, kann man im Anschluss ein neues Nutzerkonto eröffnen. Gut: Im Unterschied zu den anderen Lösungen entfällt das Kabelverlegen vom Hub zum Router. Der baut per Funk eine Verbindung zum WLAN-Router auf.

Nach der Grundinstallation können die Lampen per App eingestellt werden. Die App sieht auf den ersten Blick einfach aus. Hier lassen sich Helligkeit, Farbintensität und das Dimmen der Leuchtmittel schnell erledigen. Zudem bietet sie auch das Gruppieren von Lampen an. Dazu muss der Anwender eine neue Gruppe eröffnen und nacheinander die gewünschten Leuchtmittel per Fingertipp hinzufügen. Im Anschluss lassen sich der Gruppe noch Szenen zuweisen, um Lampen gezielt mit einer Farbe oder Helligkeit anzusteuern. Das klingt einfach, ist allerdings in der Praxis leider nicht gut umgesetzt worden. Teilweise reagierte die App etwas träge. Zudem sind Untermenüs versteckt, die Programmierung der Lampen funktionierte manchmal, aber leider nicht immer auf Anhieb. Zudem wechselte die App ab und zu ohne Vorwarnung auf die Standardeinstellungen zurück, obwohl man gerade eine neue Szene programmiert. Unterm Strich sind das zu viele Kinderkrankheiten. Getestet haben wir die Lampen übrigens mit der Android-App. Immerhin: Hat man sich durch das Setup einmal erfolgreich durchgearbeitet, macht das Lightify-Set genau das, was programmiert wurde. Auch Unterbrüche oder Aussetzer konnten wir während des Tests nicht feststellen.

Fazit: Osrams Lightify LED Starter-Kit ist ein günstiges und vielseitiges System zur Lampensteuerung. Die mittelmässig umgesetzte Android-App verhindert jedoch ein besseres Testresultat.

TP-LINK LB130

TP-Link LB130 TP-Link LB130 Zoom© LB

TP-Links LB130 ist eine schaltbare LED-Lampe mit der Fassung E27. Mit dem Leuchtmittel lassen sich 16,7 Millionen verschiedene Farben darstellen. Gesteuert wird die LB130 per Smartphone. Der Hersteller TP-Link bietet dazu die entsprechende App Kasa an, die sowohl für Android als auch für iOS zum Download erhältlich ist. Laut Hersteller hat die LED-Birne eine Lebensdauer von rund 22 Jahren. Die dimmbare Lampe kommt in Tropfenbauform, ihr Abstrahlwinkel beträgt 180 Grad. Die Leistungsaufnahme der auf die Energieeffizienzklasse A+ spezifizierten Lampe betrug im Test exakt 11 Watt. Die Helligkeit ist vergleichbar mit einer klassischen 60-Watt-Glühbirne. In Betrieb nehmen lässt sich die LED-Lampe wie erwähnt per Smartphone. Der Assistent der App führt den Anwender dabei zielsicher durch den kompletten Prozess. Aufgeteilt ist das Miniprogramm in vier grosse Schaltflächen: «Good Morning», «Good Night», «Movie Night» und «Custom».

Hier lassen sich entweder vorgefertigte Szenen auswählen oder eigene erstellen. Im Test konnte der PCtipp zudem mit der Lampe eine Zeitsteuerung programmieren, um das Licht morgens um 7 Uhr einzuschalten und um 21 Uhr abends automatisch auszuschalten.

Fazit: Die Fr. 53.90 teure LED-Lampe LB130 des Herstellers TP-Link ist eine gute Lösung, um die eigenen vier Wände individuell auszuleuchten. Die App ist einfach aufgebaut und die Lampe dadurch bequem zu steuern. Schade, unterstützt dieses Lampensystem nur den älteren Funkstandard WLAN-N und die beiden Smart-Home-Plattformen von Amazon und Google.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Der Preisstipp und der Testsieger




Der Preistipp

myStrom WiFi Bulb Kit myStrom WiFi Bulb Kit Zoom© myStrom

Das WiFi Bulb Kit der Schweizer Firma myStrom ist ein Lampensystem, das aus einer regelbaren LED-Birne (16,7 Millionen Farben) und einer Fernbedienung zur Steuerung besteht. Die Lösung kommt ohne zusätzlichen Hub aus. Die Verbindung zur Lampe wird über den Router und WLAN gesteuert. Für Nutzer, die eine SwisscomInternet-Box ihr Eigen nennen, ist die Installation schnell erledigt. Dazu muss lediglich die passende «myStrom Mobile»-App für das Smartphone (entweder Android oder iOS) heruntergeladen werden. Alternativ dazu kann auch der QR-Code, der im beigelegten Faltblatt abgebildet ist, mit dem Handy abfotografiert und die App danach installiert werden.

Im Anschluss muss sich der Anwender noch mit E-Mail und Passwort registrieren. Die App sucht daraufhin die installierte LED-Birne und fügt sie hinzu – fertig. Im Vergleich zu den anderen LED-Birnen im Test bietet die myStrom-Variante eine eher geringe Helligkeit von 600 Lumen, womit sie nicht ganz an die Leuchtkraft anderer Lampen herankommt. Zu den Stärken der WiFi Bulb gehört dafür die App. Sie ist transparent aufgebaut. Hier lässt sich die Birne zeitgesteuert ein- und ausschalten – inklusive verschiedener Farben und unterschiedlicher Helligkeit. Auch der Verbrauch kann mit der App schnell eingesehen werden. Mit im Bundle befindet sich eine Fernbedienung, die vom Hersteller als WiFi-Button bezeichnet wird. Sie wird nach gleichem Schema wie die Lampe installiert und verfügt über drei frei programmierbare Funktionen. Ihr interner Akku lässt sich mithilfe des mitgelieferten USBKabels aufladen. Im Test konnten wir mit dem magnetischen Druckknopf die Lampe ein-/ausschalten und mit einem zuvor festgelegten Dimm-Wert auf Knopfdruck leicht abdunkeln.

Fazit: Mit dem preiswerten myStrom WiFi Bulb Kit (kostet Fr. 73.90) können Anwender ihren Raum nach eigenen Farbvorstellungen ausleuchten. Lampe, App und Fernbedienung ergänzen sich optimal. Schade, funkt auch dieses System nur im 2,4-GHz-Band (WLAN-N).

Der Testsieger

Philips Hue Ambiance

Philips Hie Philips Hie Zoom© Philips

Zugegeben, mit einem Preis von 199 Franken ist das Philips-Hue-Starterset nicht gerade günstig. Dafür bietet es die beste Bedienung, grösste Ausstattung und eine Spitzenleistung. Hue («Hjuu» ausgesprochen) ist so etwas wie die Mutter aller Lampensystem. Das System lässt sich um sehr viele weitere Lampenformen erweitern und ist mit den gängigen Plattformen von Amazon, Apple und Google kompatibel. Der Hersteller ist zudem Vorreiter bei den smarten Lampen und genau das merkt man. Die Inbetriebnahme ist simpel: Zuerst werden die drei Lampen in ihre Fassung eingeschraubt und eingeschaltet. Schritt zwei besteht darin, den Hub mit dem Router per Netzwerkkabel zu verbinden. Im Anschluss wird die Hue-App auf das Smartphone installiert. Danach verbindet sich der Hub mit den drei Lampen via App. Alles in allem dauerte das im Test nur knapp zwei Minuten. Die App zeichnete sich zudem durch eine stringente Bedienung ohne viel Überflüssiges aus. Sie bietet typische Funktionen wie Dimmen, Helligkeit/Farben ändern und Gruppieren mehrerer Lampen.

Das Gute dabei: Alles bleibt intuitiv und funktioniert. Wer eine Schnellauswahl benötigt, findet in den Rubriken Lampen und Szenen passende Lichtstimmungen, etwa um sich auszuruhen, mit Dämmerlicht aufzuwachen oder auch um in den Ferien seine Anwesenheit zu simulieren. Ausserdem lässt sich das Set auch per Fernzugriff steuern. Dazu muss sich der Anwender allerdings in der Hue-Cloud registrieren. Wie das geht, wird in der App gut erklärt. Schöner Mehrwert: Die zum Set gehörende magnetische Fernbedienung («Dimmer Switch») ermöglicht die Bedienung von bis zu zehn Leuchten auch ohne Smartphone. Via Fernbedienung können die Lampen nicht nur ein- und ausgeschaltet respektive gedimmt werden, sondern lassen sich auch in ihrer Farbe verändern.

Fazit: Philips liefert mit dem Hue White & Color Ambiance Starterset + Dimmer Switch ein hervorragendes Produkt ab. Bedienung, Ausstattung und Leistung sind alle auf Spitzenniveau. Dank der zahlreichen verfügbaren Lampenformen ist das System extrem skalierbar.

Alle Tests in der Übersicht Alle Tests in der Übersicht Zoom© PCtipp  

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