Stiftung Warentest: Diese Smartphone-Hersteller liefern die meisten Updates

Die Stiftung Warentest hat über zwei Jahre die Update-Verteilung von 100 Smartphones beobachtet. Diese Anbieter schneiden am schlechtesten ab.

von Simon Gröflin 07.03.2018

Nicht nur Funktions-Updates, sondern auch regelmässige Sicherheits-Updates sind für Smartphones essenziell. Eingespielt werden die Aktualisierungen meistens über die Mobilfunk- oder WLAN-Verbindung. Es gibt aber auch Ausnahmen wie Samsung mit Branding eines Netzbetreibers, die zumeist eine angepasste Version des Updates benötigen. Bei Anbietern wie Apple oder Google und weniger verbreiteten Smartphones, die man zum Beispiel auch im Sortiment der Mobilfunker nicht vorfindet, werden die Updates meistens direkt verteilt. Die Stiftung Warentest hat zwei Jahre lang die Update-Versorgung von 116 Smartphones beobachtet. Dabei wurden sämtliche Aktualisierungen, vom kleinen Sicherheits-Update bis hin zum grossen System-Update erfasst. In die Bewertung eingeflossen ist im Wesentlichen, wie häufig und über welchen Zeitraum die Geräte ihre Updates erhielten.

Oberklasse-Smartphones werden priorisiert

Die Resultate überraschen nicht ganz. So landet Apple auf dem ersten Platz mit 100 Punkten, dicht gefolgt von Google mit 98 Punkten. Und doch gibt es einen aufstrebenden chinesischen Hersteller namens OnePlus, der es mit 83 Punkten auf den dritten Podestplatz schafft. Alle drei Hersteller profitieren allerdings auch vom Vorteil, dass sie wenige Geräte im Portfolio haben und diese recht zügig mit Updates beliefern können. Bedingung für den Vergleichsmarathon bei Stiftung Wartentest waren mindestens drei Telefone pro Hersteller. Auf den vierten Platz bringt es Motorola respektive Lenovo (Motorola ist ein Tochterkonzern von Lenovo). Auf Platz fünf im Ranking findet man Samsung mit 80 Punkten. 

Ein Auszug aus der Rangliste:

  1. Apple (100 Punkte, 5 Geräte)
  2. Google (98 Punkte, 5 Geräte)
  3. OnePlus (83 Punkte, 3 Geräte)
  4. Motorola/Lenovo (81 Punkte, 6 Geräte)
  5. Samsung (80 Punkte, 25 Geräte)
  6. Huawei/Honor (76 Punkte, 17 Geräte)
  7. Sony (67 Punkte, 17 Geräte)
  8. HTC (65 Punkte, 10 Geräte)

Kritisiert wird von der Stiftung Warentest, dass die Hersteller die teuren Oberklasse-Smartphones zuerst versorgen, während die Einsteigerklasse häufig vernachlässigt wird. Auf dem letzten Platz mit 17 Punkten landet der deutsche Hersteller Gigaset, den man sonst eher von den Festnetztelefonen kennt.

Samsung hat erst kürzlich eine Liste von Smartphones veröffentlicht, die nicht mehr mit Updates versorgt werden. Man kann diese durchsehen, indem man in der ausführlichen Übersicht die vorangegangenen Monate durchforstet.


    Kommentare

    • kleinsupporter 09.03.2018, 08.56 Uhr

      Meiner Meinung nach eine (weiterhin) schwache Vorstellung, die da die Hersteller abliefern. Die ersten drei kann man eigentlich nicht ganz mit dem Rest vergleichen, da sie zum Teil 3x weniger Geräte abzudecken haben als z.B. Sony. Und dabei sollen Smartphones/Tablets doch ach so zukunftsträchtig sein... Dasselbe gilt für all die "schlauen" IoT-Geräte. Sicherheit gleich Null. Ein "altmodischer" Windows-PC ab Windows 7 aktualisiert sich mindestens einmal im Monat auf den aktuellsten Stand. Und[...]

    weitere Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.