Firmenlink

 

Swatch bringt seine eigene Smartwatch

Swatch lanciert nächstes Jahr eine Fitness-Uhr. Eine Zusammenarbeit mit Apple streitet Swatch-Chef Nick Hayek ab.

von Fabian Vogt 29.07.2014
Von der «Flik Flak» zur Smartwach: Swatch will innovativ bleiben und bringt nächstes Jahr eine eigene Fitness-Uhr Von der «Flik Flak» zur Smartwach: Swatch will innovativ bleiben und bringt nächstes Jahr eine eigene Fitness-Uhr Zoom Swatch wird nächstes Jahr in Eigenregie eine Fitness-Uhr auf den Markt bringen. Dies sagte Swatch-Chef Nick Hayek der «NZZ am Sonntag»: «2015 werden wir alle Fitness-Funktionen in einer Swatch Touch integrieren.  

Sie bleibt zwar eine Uhr, wird aber alle heute gebräuchlichen Fitness-Funktionen, mit denen der Körper überwacht wird, umfassen». Sie wird also vermutlich Schritte zählen, den Schlaf und die Herzfrequenz überwachen und den Kalorienverbrauch messen können.

Swatch als Elektronikzulieferer

Bereits heute stellt die Swatch Group über ihre Tochterfirma EM Microelectronic Bestandteile für intelligente Uhren her und liefert diese an Garmin, einen in der Schweiz beheimaten Hersteller von GPS-Geräten, der im Bereich der Fitnessgäerte zu den grössten Anbietern im Markt gehört. Das Fitnessarmband Vivofit von Garmin beispielsweise hat Swatch-Technik integriert und hält gemäss NZZ ein Jahr ohne Batteriewechsel durch. «EM ist führend bei Prozessoren, der Sensor-Technik, Beschleunigungsmessern, langlebigen Batterien und Displays», erklärt Hayek.

«Zu Swatch und Tissot passen einfachere Smartwatches»

Nick Hayek macht gegenüber der NZZ die Smartwachpläne von Swatch öffentlich. Bei Swatch will man sich darum auch auf Fitnessuhren fokussieren. Funktionen wie das Empfangen von E-Mails oder Telefonieren überlässt man Herstellern, die damit mehr Erfahrung haben. «Zu Swatch und Tissot passen einfachere Smartwatches», sagte Hayek dazu.

Hayket dementiert Apple-Gerüchte

Und was ist an dem Gerücht dran, man kooperiere in diesem Markt mit Apple? «Apple wollte von uns wissen, wie man Gehäuse baut und welchen Leim man benötigt. Sie wollten unser Wissen anzapfen», sagte Hayek. Von einer Zusammenarbeit, von der in verschiedenen Medien letzte Woche die Rede war, will er aber nichts wissen: «Das ist eine Ente, da ist nichts dran». Hayek freut sich sogar auf die Konkurrenz: «Wenn Apple eine Smartwatch lanciert, kreiert das auch für uns einen Markt. Denn die Lust an der Abwechslung bleibt, die Frauen zum Beispiel lieben es, verschiedene Uhren zu tragen. Für uns eröffnen sich hier grosse Chancen.»

Dass Apple vermutlich vor Swatch mit einer Fitnessuhr auf dem Markt kommt, stört Hayek darum auch nicht: «Wir müssen nicht die Ersten sein, die einen Markt erschliessen, aber die Besten.»


    Kommentare

    Keine Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.