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Toshiba plant SSDs mit 100 TB Speicher

Auf dem Flash Memory Summit hat Toshiba neue Techniken für SSDs mit bis zu 100 Terabyte vorgestellt. Künftig sollen 4 Bit pro Speicherzelle zum Einsatz kommen.

von Simon Gröflin, Stefan Bordel 11.08.2016

Auf dem Flash Memory Summit hat Toshiba bereits Zukunftspläne für neue SSD-Techniken mit 100 TB und mehr beschrieben. Zum Zuge kommen soll das QLC-Verfahren (Quadruple-Level Cell) mit 4 (statt bisher 3) Bit pro Speicherzelle. Mit 4 Bit wird die Unterscheidung von 16 Ladezuständen möglich. Zudem will Toshiba in Zukunft 32 statt 16 der Chip-Lagen vom 3D NAND Flash in den Speichersteinen (Packages) unterbringen. Die Zellen mit der QLC-Technik sind jedoch empfindlicher als konventioneller TLC-Speicher und sollen sich nur 150 Mal beschreiben lassen. Vorgesehen sind die neuen Speicher speziell für kühle Storage-Umgebungen.

Erst kürzlich hat Toshiba mit Western Digital eine Pilotproduktion neuer 3D-NAND-Chips begonnen. Der neue Flash-Speicher hört auf den Namen BiCS3 und besitzt 64 statt bisher 48 übereinander liegende Zellschichten.

Seagate stellt SSD-Speicher mit 60 TB vor

Auch Seagate hat auf dem Flash Memory Summit im kalifornischen Santa Clara zwei neue Speicherlösungen für Rechencenter präsentiert. Darunter die nach eigenen Angaben grösste SAS-SSD mit aberwitzigen 60 TB Speicherkapazität. Der Speicher trägt den schlichten Namen 60 TB SAS SSD und bietet bei der doppelten Speicherdichte die vierfache Kapazität von derzeit am Markt erhältlichen SAS-SSD-Lösungen – reichlich Raum für beispielsweise 400 Millionen Fotos oder 12'000 DVD-Filme. Der Speicherriese soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen, zum Preis schweigt sich der Hersteller noch aus. Neben der hohen Speicherkapazität können sich laut der Tech-Webseite Anandtech auch die Geschwindigkeiten der 60 TB SAS SSD sehen lassen, bis zu 1500 MB/s beim Lesen und 1000 MB/s beim Schreiben sollen möglich sein.

Turbo-SSD mit 10 GB/s

Mit den Geschwindigkeiten der ebenfalls gezeigten Seagate 8 TB Nytro XP7200 NVMe SSD kann die 60-TB-Lösung nicht annähernd mithalten. Diese erreicht laut Hersteller bis zu 10 GB/s beim Lesen sowie 3,6 GB/s beim Schreiben und eignet sich damit speziell für Performance-hungriges Cloud-Computing. Übertragen werden diese Datenmengen über einen PCI-Express-Anschluss (x16). Bereits in diesem Jahr soll die 8 TB Nytro XP7200 NVMe SSD am Markt starten, einen Preis nannte Seagate auch hier nicht.


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