Vorsicht vor Billig-Fernsehern

Die Stiftung Wartentest hat sich mit 17 Aktionsfernsehern von weniger bekannten Marken befasst. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus. Davor sollten Sie sich hüten.

von Simon Gröflin 29.01.2018

Wenn ein grosser UHD-Fernseher zu einem Schnäppchenpreis von unter 600 Franken ausgerufen wird, sollte man sich nicht gleich von den ersten Glücksgefühlen leiten lassen. Denn oft haben sogar einzelne Aktionsfernseher bekannter Marken wie Toshiba, Philips und Sharp ein paar Macken. Die Günstig-Geräte können dann oft nicht bei der Bildfrequenz mithalten oder erweisen sich bei den Smart-Funktionen als zu träge. Davor warnt die Stiftung Warentest.

Lassen Sie sich nicht von Marken täuschen. Nur noch LG, Sony, Samsung und Panasonic produzieren auch selber Lassen Sie sich nicht von Marken täuschen. Nur noch LG, Sony, Samsung und Panasonic produzieren auch selber Zoom

Fehlgriff-Gefahr bei kleineren Modellen

Die Stiftung hat in einem aktuellen Bericht (nur für deutsche Kreditkarten zugänglich) bei 17 Fernsehern kurzfristige Aktionsangebote geprüft. Allerdings werden einige der TV-Marken wie Metz, Kendo, Reflexion oder Telefunken bei uns kaum angeboten. Dennoch spannend: Die meisten Geräte mit einer Bilddiagonale von bis zu 32 Zoll schneiden grösstenteils mit der Auszeichnung «Ausreichend» ab. Bei den TVs ab 39 bis ca. 50 Zoll kommen immerhin noch etwa vier Anwärter mit dem Urteil «Befriedigend» davon. Nur ein Modell (LG49UJ6309) der grösseren Klasse hat bei der deutschen Konsumentenstiftung gut abgeschnitten. Und doch hat es ein paar Kandidaten von Marken wie JVC, Sharp, Panasonic und Blaupunkt darunter, die nicht die beste Qualität für den Preis offerieren.

Die Stiftung folgert: «Oft reichen schon 50 bis 200 Franken mehr für deutlich bessere Qualität.» So sei es auf allen Aktionsgeräten bei schnellen Bewegtszenen zu Rucklern gekommen. Vier der getesteten Modelle seien nicht einmal in der Lage gewesen, sich mit dem Internet zu verbinden. Ein Sharp-Full-HD-Modell LC-40 für 350 Franken (300 Euro) habe sich zwar als zweitbestes Modell im Test herauskristallisiert, doch selbst gegen einen Philips 43 ruckelte das Bild stark.

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Tags: Fernseher
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    Kommentare

    • ha.vic 31.01.2018, 10.45 Uhr

      Nicht nur bei Billig-TVs: Es macht Sinn sich vor dem Kauf auch die Fernbedienung zeigen zu lassen. Wenn selbst der Verkäufer bei der Erklärung der "Joy-Stick"-Bedienung eines Marken-TVs ins Stottern kommt, dann liegt das Problem nicht am Alter der Kundin sondern eher an zuviel "Smartness" des Gerätes. Dann doch eher: Hände weg, es gibt Einfacheres.

    • ipool 01.02.2018, 07.47 Uhr

      Etwas was mir immer wieder fehlt ist die Bewertung der Bedienfreundlichkeit und wie Ausbaufähig es ist. Alle schreiben SmartTV und unter der Haube ist da nicht wirklich etwas smartes zu finden. Daher ist eines meiner persönlichen Hauptkriterien schon mal das Betriebssystem. Ich habe jetzt zwei Fernseher mit richtigem Android und eine Schwarte 60', wo ich dann eine Android Mediabox brauche. Grund: Es können bei einem richtigen OS viele Programme nachgeladen werden, wie KODI usw. Bei den Andern, i[...]

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