Wann ist eine Festplatte kaputt?

Woran erkennt man eigentlich, wenn eine Festplatte nicht mehr richtig funktioniert?

von Simon Gröflin 04.04.2018

Festplatten sind das «Motorenöl» für Ihre Daten. Während eine externe Harddisk (HD) dank einem zusätzlichen schützenden Gehäuse auch etwas Feuchtigkeit und einige Stösse aushält, kann die durchschnittliche Lebensdauer eines internen Magnetlaufwerks weniger als zehn Jahre betragen. Allerdings ist eine klassische HD aus mechanischen Bauteilen gefertigt. Daher ist es wichtig, die Frühwarnzeichen eines baldigen Ablebens rechtzeitig zu erkennen. Und vor allem: Die Daten zu retten, bevor es zu spät ist. Mit unserer Checkliste geben wir eine Hilfe bei den ersten Frühwarnsymptomen.

So finden Sie heraus, ob eine HDD kaputt ist

Achten Sie auf Geräusche. Eine Harddisk kommt nicht einfach so mit dem PC-Gehäuse in Berührung und verursacht Vibrationen. Hören Sie plötzlich ein deutliches Klackern aus dem PC-Gehäuse? Die Ursache kann ein Headcrash des Magnetkopfes sein.

Ziehen Sie vor Einschalten des PCs einmal Strom- und SATA-Stecker aus der betroffenen HDD und hören Sie genau hin. Ist es wirklich die HDD? Ist es eventuell doch das Netzteil? Hat sich ein internes Anschlusskabel mit einem Lüfter verheddert?

Einige Hörbeispiele kaputter Magnetköpfe hat die kanadische Datenrettungsfirma Data Cent auf dieser älteren Webseite gesammelt.

Langsame Zugriffszeiten: Wenn sich Dateiverzeichnisse auf einmal deutlich langsamer öffnen als zuvor, ist das manchmal ein erstes Indiz für den schleichenden Tod einer Magnetfestplatte. Sie sollten in einem solchen Fall zügig damit beginnen, Ihre Daten zu sichern. 

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    Kommentare

    • edger 04.04.2018, 17.00 Uhr

      Gerade bei Backup werden Fehler oft zu spät erkannt weil die Daten nicht überprüft werden oder unmittelbar nach dem schreiben zurück gelesen werden. Da die Magnetisierung in den ersten Stunden nach dem Schreiben nachlässt hilft letzteres nur bei krassen defekten. Nachdem ein Backup gelaufen ist überprüfe ich die Daten - frühestens nach 24 Stunden - indem ich mit 7-Zip die Prüfsumme über die neuen Verzeichnisse auf der Sicherungsplatte rechnen lasse. Dazu müssen ja alle Daten gelesen werden. I[...]

    • karnickel 05.04.2018, 22.37 Uhr

      Mit 7-zip? Sind dann also Deine Backups in Packdateien gespeichert?

    • edger 08.04.2018, 22.29 Uhr

      Nein, meine Backups erstelle ich mit "Sichern und Wiederherstellen (Windows 7)", aber 7-Zip beinhaltet eine Funktion zum erstellen von CRC und SHA Prüfsummen. Da dies auch über ganze Verzeichnisbäume funktioniert ist das ein guter Lese-Test. Anmerkung: Beim erwähnten Backup Programm muss man 7-Zip als Administrator starten, da sonst auf viele Daten auf dem Backupmedium nicht zugegriffen werden kann. Dies ist bei anderen Programmen eventuell nicht notwendig.

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