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Western Digital plant Heliumfestplatten mit 12 und 14 Terabyte

WD-Tochter HGST will im kommenden Jahr die HDD-Kapazität weiter steigern. Beim 14-TB-Modell kommt zur Anordnung der einzelnen Magnetscheiben die SMR-Festplattentechnik zum Einsatz.

von Simon Gröflin 07.12.2016
Bildergalerie Die Geschichte der Datenspeicherung Die Geschichte der Datenspeicherung 10 Fotos Zoom

Mit einer ersten 12-TB-Heliumfestplatte hat HGST bereits ausgewählte Händler beliefert. Vom Vorgänger (Ultrastar He10) waren bislang 8-TB- und 10-TB-Modelle verfügbar. Im ersten Halbjahr 2017 soll mit der Ultrastar He12 bereits die vierte Generation der HelioSeal-Technik verfügbar sein. Zur Anwendung kommen die Heliumfestplatten der Tochterfirma von Western Digital aber hauptsächlich in Storage-Umgebungen.

Noch dünnere Magnetplatten dank Helium?

Das Gas erlaubt aufgrund seiner geringeren Dichte gegenüber Luft eine besonders dichte Anordnung der einzelnen Magnetscheiben (Platters) und bringt gleichzeitig den Vorteil einer niedrigen Leistungsaufnahme mit. So wurde es möglich, bei dem Nachfolger gleich acht statt sieben Platters zu integrieren. Aufgrund des ungefähr gleichbleibenden Gewichts und derselben Leistungsaufnahme des 3,5-Zoll-Laufwerks werden wahrscheinlich die einzelnen Platten noch einmal dünner ausfallen. An der Rotationsgeschwindigkeit (7200 Umdrehungen pro Minute) der SAS-/SATA-fähigen Laufwerke hat sich nichts geändert.

Bei ähnlicher Leistungsaufnahme und gleicher Geschwindigkeit der HGST-Festplatten sind die Magnetplatten wohl noch dünner geworden Bei ähnlicher Leistungsaufnahme und gleicher Geschwindigkeit der HGST-Festplatten sind die Magnetplatten wohl noch dünner geworden Zoom© HGST

Kombinierte Technik für mehr Kapazität

Interessant ist unter anderem die geplante Kapazität von 14 TB, wozu der Hersteller auf eine kombinierte Technik aus Helium und Shingled Magnetic Recording (SMR) setzt. Bei dem Verfahren, das Seagate vorgezeigt hat, wird die Aufzeichnungsdichte der Datenspuren zusätzlich erhöht, indem der Abstand zwischen den Spuren der Platters durch dachschindelartige Anordnung verkürzt wird. Dadurch, dass sich einzelne Bahnen überlappen, wird lokal eine grössere Schreibdichte möglich. Nachteilig wirkt sich die SMR-Technik allerdings auf die Schreibzyklen aus, weil beim Aktualisieren von Informationen jedes Mal sämtliche Daten der nachfolgenden Spuren abgefahren werden.


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