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Telekom-Abo als Rundum-Glücklich-Paket

Am Beispiel des soeben angelaufenen Glasfaser-Tests von EWZ und Orange wird deutlich: In Zukunft werden Digital TV, Telefon und Internet als Gesamtpaket angeboten.

blue_quad von David Lee (31.10.2007)

Fiber To The Home (FTTH) bringt Glasfaser bis in die Wohnung.vergrößenFiber To The Home (FTTH) bringt Glasfaser bis in die Wohnung. An der gestrigen Pressekonferenz stellte Orange seine Strategie fürs kommende Jahr vor. Zentraler Punkt dabei ist die Nutzung des Glasfasernetzes der Elektrizitätswerke Zürich (EWZ) sowie ähnliche Partnerschaften in anderen Städten. Das Zürcher Stimmvolk hatte im März 2007 einen Kredit von 200 Millionen Franken bewilligt, mit dem die EWZ ein eigenes Breitbandnetz bauen können. Dabei werden Glasfaserkabel bis in jede einzelne Wohnung gezogen («Fiber to the home»), wodurch wesentlich höhere Datenmengen übermittelt werden können. Orange verspricht für das zukünftige «Ultra Highspeed Internet» 20 MBit/s sowohl für den Download als auch für den Upload.

Orange will alle möglichen Dienste, die mit Telekommunikation zu tun haben, unter einem Hut als Gesamtpaket anbieten. Dieser generelle Trend, der auch bei anderen Telekomanbietern zu beobachten ist, wird als Konvergenz bezeichnet. Das Marketing-Schlagwort Triple Play, das ein Bundleangebot von TV, VoIP und Breitbandinternet bezeichnet, ist schon wieder ein alter Hut – neu spricht man von Quad Play, bei dem noch der Mobilfunk hinzu kommt. Für den Kunden wird es in Zukunft zwar immer noch möglich sein, die einzelnen Bereiche von verschiedenen Firmen zu beziehen, aber faktisch wird das kaum jemand nutzen, da es wesentlich teurer ist.

Bei Orange bedeutet Quad Play für Privatkunden in Zukunft folgendes:
Digital TV mit mindestens 50 Sendern, davon einige in HD-Qualität. Dazu gibt es Video on Demand und Möglichkeiten zur Aufzeichnung von mehreren Sendungen gleichzeitig. Live-Sendungen können angehalten und an gestoppter Stelle fortgesetzt werden.
Breitband-Internet mit 20 MBit/s in beide Übertragungsrichtungen.
VoIP-Telefonie mit 4 Rappen pro Minute aufs Festnetz und 33 bis 40 Rappen auf ein Mobilnetz.
Handy-Abo Optima 30 ohne Grundgebühr.

Ab sofort werden all diese Angebote in 55 Haushalten der Stadt Zürich getestet. Dieser Test wird exklusiv mit Orange durchgeführt, aber danach werden alle Telekomanbieter die EWZ-Infrastruktur nutzen können. Wer nicht zu den privilegierten Testern gehört, kann am EWZ-Zürinet-Infopoint am Beatenplatz 2 bereits jetzt zu Bürozeiten eine Demo-Installation ausprobieren. Ende März 2008 sind die Tests abgeschlossen. Noch im selben Jahr sollen die Dienste kommerziell zugänglich sein. Das preisgünstigste Angebot wird laut Orange deutlich unter 100 Franken liegen. Die Verantwortlichen konnten aber zum heutigen Zeitpunkt weder sagen, was dieses Angebot genau umfasst noch wie hoch die Kosten der EWZ pro Haushalt sind.



  


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