Sperrung wegen Julius Bär aufgehoben
Als geheime Kundendaten der Schweizer Bank Julius Bär auf den Seiten von Wikileaks.org auftauchten, liess diese das Enthüllungs-Portal sperren. Der richterliche Beschluss dazu wurde am Freitag wieder aufgehoben.

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Julius-Bär-Bank-Filiale auf Cayman Islands beschuldigt seinen Dienstgeber, massgeblich an Geldwäsche und Steuerhinterziehung seiner Kunden beteiligt zu sein (PCtipp hat berichtet). Dokumente dazu hat er unter Wikileaks.org platziert. Julius Bär erzwang daraufhin über einen US-Richter die «zwischenzeitliche» Sperrung der Portal-Seite – unter mächtigem Aufstand der Medien und Bürgerrechtler.
Nach der Anhörung vergangenen Freitag, hat der Richter seine Meinung «aus verfassungsrechtlichen Bedenken und anderen juristischen Erwägungen» geändert. Wikileaks.org ist wieder frei zugänglich, damit auch das belastende Material der Schweizer Bank.
Beiden Beteiligten (Julius Bär und Wikileaks.org) hat diese Streitigkeit viel Publicity eingebracht. Das Team rund um Wikileaks.org stellt seine Unverzichtbarkeit als Enthüllungsdienst seither noch mehr in den Vordergrund und bittet um entsprechende «Donations».



