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Aus «gratis» wurden 6600 Franken

Sunrise lockte im August neue T@ke-Away-Kunden mit drei geschenkten Surfmonaten. Eine PCtipp-Leserin hat dieser Tage ihre erste Internetabrechnung bekommen: 6600 Franken – fast hätte sie der Schlag getroffen. Der PCtipp hat nachgehakt und Sunrise zeigt sich kulant.

blue_quad von Sandra Adlesgruber (02.09.2008)

vergrößen Die erste Rechnung von Frau U. (T@ke Away Broadband, Grundgebühr: 49 Franken/Monat, 2 GB inklusive, pro weiterem MB 50 Rappen) umfasst fünf Seiten, auf denen es vor Zahlen nur so wimmelt. In vier Monaten soll Sie rund 6600 Franken regelrecht versurft haben. Wie konnte das passieren? Gibt es denn keine Warnung oder ein Datenlimit, damit einen die Internetrechnung nicht in den Ruin treibt? Und wie kommt Frau U. jetzt aus dieser fiesen Internetfalle wieder heraus? Fragen über Fragen, die PCtipp dem Telekomunternehmen gestellt hat. Sunrise war kooperativ und hat prompt reagiert:

«Das Broadband-Variante des T@ke-Away-Abos kennt keine Volumensbegrenzung. Ein Limit lässt sich auch nicht einrichten.»

Die Verantwortung bleibt also klar beim Kunden: Informieren Sie sich über die genauen Kosten. Wie der oben geschilderte Fall zeigt, kann das «konsumierte» Datenvolumen extrem zu Buche schlagen. Unterschreiben Sie auf keinen Fall irgendeinen Vertrag, sondern lesen Sie jede einzelne Zeile – selbst, wenn sie klein gedruckt ist.

Hat Sunrise Tipps auf Lager, um derartige Datenvolumensfallen zu vermeiden? Das Telekomunternehmen empfiehlt das jüngste Aboangebot T@ke Away max, das unlimitiertes Surfen zum monatlichen Fixpreis von 49 Franken ermöglicht. Laut Sunrise entspricht das alte T@ke-Away-Abo nicht mehr dem aktuellen Kundenbedürfnis. Es wurde aus dem Angebot gekippt.

Sunrise zeigt sich kulant
Davon profitiert jetzt auch Frau U. Sunrise war kulant und erlies der IV-Rentnerin die horrenden Unsummen. Rückwirkend wurde ihr Abo in T@ke Away max verwandelt. Lediglich die monatliche Gebühr von 49 Franken wird ihr in Rechnung gestellt.

Daher: Sollten sich Probleme ergeben, so suchen Sie in jedem Fall das persönliche Gespräch mit Ihrem Telekomanbieter – nicht per Mail oder Telefon, sondern im Shop selbst. Laut Sunrise-Sprecher Konrad Stokar lässt sich «gemeinsam eine Lösung finden». Die Realität im Fall von Frau U. hat das bestätigt. In manchen Fällen hilft auch eine Mail an die PCtipp-Redaktion.



  


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