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Jetzt gibts den Knigge für Facebook

Social Networks wie Facebook oder Google+ erfreuen sich weltweit grosser Beliebtheit. Viele Nutzer schützen ihre Privatsphäre allerdings nur unzureichend. Der Privatsphäre-Knigge soll jetzt Abhilfe schaffen.

blue_quad von Harald Schodl (03.01.2012)

Kompromittierende Bilder vom letzten Trinkgelage, Preisgabe sensibler Daten wie etwa Telefonnummern: In der Welt der sozialen Netzwerke lauern zahlreiche Fettnäpfchen, die den Ruf der User nachhaltig schädigen können. Der deutsche Knigge-Rat hat nun einen Privacy-Knigge veröffentlicht, der Social-Network-Nutzern konkrete Empfehlungen gibt, wie sie ihre Privatsphäre schützen können.

Wer sich in Social Networks an gewisse Regeln hält, lebt sicherervergrößenWer sich in Social Networks an gewisse Regeln hält, lebt sicherer Zunächst sollten User dem Knigge-Rat zufolge aktiv prüfen, welche Daten öffentlich von Suchmaschinen und fremden Personen eingesehen werden können. «Selektieren Sie, ob neben Ihrem Profilfoto und Ihrem Namen weitere Informationen angezeigt werden», kommentieren die Benimmexperten. Weiter sollten Anwender Freundeskreise respektive -listen bilden und sich vorab überlegen, wen sie in ihrem Netzwerk zulassen. Der nächste Ratschlag der Experten betrifft Pinnwandeinträge. So soll man sich bereits direkt beim Eintragen entscheiden, welcher Personenkreis die jeweilige Nachricht betrachten darf.

Besonders peinlich kann es werden, wenn Bilder im Netz landen, die nicht für einen breite Öffentlichkeit gedacht sind. Daher sollte man sich vor dem Upload genau überlegen, ob man möchte, dass Fotos auch künftig noch unter dem eigenen Namen auffindbar sind. In diesem Zusammenhang raten die Benimmexperten, bei persönlichen Bildern auch die Privatsphäre anderer Personen zu schützen. Diese sollte man vor dem Hochladen ausdrücklich um Erlaubnis fragen, heisst es. Heikel kann es für User unter Umständen werden, wenn sie politische Ansichten oder ihre sexuelle Orientierung preisgeben. Dem Knigge-Rat zufolge sollte man sich daher genau überlegen, ob man diese Informationen tatsächlich öffentlich machen möchte.

Des Weiteren raten die Benimmexperten Social-Network-Nutzern dazu, generell auf Vertraulichkeit zu achten. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, Kommentare als vertrauliche Nachrichten zu verschicken. Öffentliche Einträge sollte man hingegen zeitnah prüfen und umgehend löschen, wenn sie einem selbst oder anderen Personen schaden könnten.

Der komplette Privacy-Knigge lässt sich kostenlos auf Knigge-rat.de herunterladen (PDF).



     


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