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Swisscom verlegt noch mehr Glasfasern

Ländliche Gebiete sollen bis im Jahr 2020 ebenfalls von schnellen Bandbreiten profitieren. Swisscom zeigte am Dienstag vor den Medien seine Ausbaupläne.

blue_quad von Reto Vogt (26.06.2012)

Was Cablecom bereits heute kann, ist bei Swisscom noch Zukunftsmusik. Denn das Unternehmen braucht im Gegensatz zum Kabelnetzbetreiber ein flächendeckendes Glasfasernetz bis kurz vor die Haushalte, um Bandbreiten von über 100 Mbit/s anzubieten.

Swisscom-Boss Carsten Schloter informierte in Bern über die Glasfaserausbaupläne (Archivbild)vergrößenSwisscom-Boss Carsten Schloter informierte in Bern über die Glasfaserausbaupläne (Archivbild) Seit 2006 baut Swisscom Glasfaser bis in die Quartiere. Das ermöglicht dem Konzern, in dichtbesiedelten Gebieten hohe Bandbreiten zur Verfügung zu stellen. Auf dem Land sind die Distanzen von der Ortszentrale zu den Haushalten aber zu lang dafür. Deshalb will der Telekomanbieter ab dem Jahr 2013 Glasfaser bis in die Quartierstrassen bauen (Fibre to the Street), erklärte CEO Carsten Schloter am Dienstag in Bern. Dazu verbaut Swisscom in bestehenden Mannschächten eigene Elektronik. Die Kosten zum bisherigen Ansatz mit Glasfaser bis in die Quartiere (Fibre to the Curb) steigen dadurch um 60 bis 70 Prozent, erklärte Schloter. Das ist der Fall, weil neue Glasfaserleitungen zwischen Ortszentrale und Mannschacht verlegt werden müssen.

Swisscom erwartet keine wettbewerbsrechtlichen Probleme, sondern will der Konkurrenz den Zugang zur Elektronik in den Mannschächten gewähren und nach eigenen Angaben attraktive Wiederverkaufsangebote offerieren. Allerdings bleibt Sunrise & Co. nur der Zugriff auf die nackte Glasfaser und nicht auf die Technik (Layer 1). Das wird den Mitbewerbern nicht gefallen: War der diskriminierungsfreie Zugriff auf Layer 1 doch in den letzten Jahren grösster Streitpunkt zwischen den Unternehmen im landesweiten Glasfaserausbau.

Bis ins Jahr 2020 will Swisscom für 80 Prozent der Bevölkerung Bandbreiten von über 100 Mbit/s anbieten. Wie viel der Konzern jährlich in den Ausbau investiert, wollte Schloter nicht bekannt geben. Die bereits kommunizierten Investitionen in diesem Jahr betragen 1,7 Milliarden Franken.

 Reto Vogt 



     


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