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Facebook kämpft gegen Pseudonyme

Die Verwendung von Pseudonymen im sozialen Netzwerk ist Facebook ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund stiftet der Konzern nun Freunde zum Spionieren an.

blue_quad von IDG . (11.07.2012)

Obwohl Pseudonyme bei Facebook erlaubt sind, scheinen die Nicknames dem sozialen Netzwerk ein Dorn im Auge zu sein – können die entsprechenden Profile aufgrund des fehlenden Klarnamens doch sehr viel schlechter an Werbekunden verkauft werden. Um die anonymen Nutzer künftig besser zuweisen zu können, greift Facebook nun zu einer List: Die ahnungslosen Freunde sollen kurzerhand helfen, die Pseudonyme zu entlarven.

Facebook geht rigoros gegen Pseudonyme vorvergrößenFacebook geht rigoros gegen Pseudonyme vor Hierzu soll der Freundeskreis des anonymen Nutzers mit einem Pop-Up-Fenster zur Entlarvung eines falschen Namens verleitet werden. «Ist das der echte Name deines Freundes?» heisst es darin. Neben dem angezeigten Benutzernamen und einem Foto, finden sich hier die Antwort-Möglichkeiten «Ja», «Nein», «Ich kenne diese Person nicht» und «Ich möchte nicht antworten».

In der Erklärung der Frage beteuert Facebook zwar, dass die Antwort keine Auswirkungen auf das Profil des betreffenden Freundes hat, dennoch kann das soziale Netzwerk den Pseudonym-Nutzer mit der entsprechenden Antwort identifizieren und regt andere Nutzer somit zum Spionieren an. Sind Verwender eines falschen Namens erst einmal identifiziert, macht Facebook kurzen Prozess. So melden Mitglieder aus den Niederlanden, dass ihr Profil gesperrt wurde und eine Entsperrung erst durch die Einsendung einer Personalausweis-Kopie möglich gewesen sei. Schätzungen zufolge sind auf Facebook aktuell mehr als 40 Millionen Pseudonyme registriert.



     


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