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Mega: Kim Dotcom plant soziales Netzwerk

Der Megaupload-Gründer Kim Dotcom hat angekündigt, ein soziales Netzwerk starten zu wollen, bei dem alle Datentransfers verschlüsselt werden.

blue_quad von pte (Pressetext) (30.08.2012)

Der kontroverse Megaupload-Gründer Kim Dotcom, gegen den die USA wegen Urheberrechtsverstössen ermitteln, hat auf Twitter angekündigt, dass er ein neues globales Netzwerk starten und damit die Welt verändern will. Jetzt ruft der Software-Entwickler dazu auf, sich mit ihm in Verbindung zu setzen, um Zugang zum neuen Internetdienst zu bekommen. Der Name der neuen Facebook-Alternative lautet «Mega».

Kostenlose Datenverschlüsselung

Kim Dotcom: will mit «Mega» die Welt auf den Kopf stellenvergrößenKim Dotcom: will mit «Mega» die Welt auf den Kopf stellen Der deutsche Internetmillionär schreibt auf Twitter, dass Mega eine Verschlüsselung aller Datentransfers seiner Nutzer ermöglichen und kostenlos zur Verfügung stehen wird. «Sie haben den falschen Kerl missbraucht. Ich werde die Welt auf den Kopf stellen», schreibt Dotcom auf seinem Twitter-Account.

«Es ist sehr schwierig, grosse soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter aufzubauen. Nicht einmal der Software-Riese Google hat es trotz seiner finanziellen Möglichkeiten geschafft, sich zu etablieren. Der Markt ist gesättigt und deswegen bin ich sehr skeptisch, ob dieses Netzwerk ein Erfolg wird», sagt Medienexperte Günter Jaritz gegenüber Pressetext.

E-Mail, Fax und Videoapplikationen

Laut Dotcom wird das neue Netzwerk E-Mail, Fax und Videoapplikationen anbieten. Jaritz, Spezialist für systemische Onlinekommunikation, glaubt, dass Dotcom den medialen Vorteil ausnutzen und in der Anfangsphase viele Nutzer anziehen könnte. «Die sozialen Netzwerke werden sich gegenseitig die Mitglieder wegnehmen. Der Hype ist vorbei, das sieht man an den Rückgängen bei Facebook. Der Markt wird sich jetzt bereinigen und für weitere Mitbewerber in diesem Segment wird es sehr schwierig», so Jaritz.

Es ist zu erwarten, dass auf dem neuen Netzwerk die Themen Datenschutz und freie Meinungsäusserung eine grosse Rolle spielen werden. Dotcom hat sich seit seiner Verhaftung in Neuseeland mehrmals gegen die Repressionen seitens der Sicherheitsbehörden und den politischen Einfluss der USA geäussert. Der Internetpirat hat auf YouTube ein Musikvideo veröffentlicht, in dem er den US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama scharf kritisiert.

Text: Pressetext.com/Peter Oslak



     


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