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Reaktionen auf die neue Sunrise-Flatrate

Sunrise schockte am Mittwoch mit der neuen Handy-Flatrate Sunrise24.ch für 49 Franken die Konkurrenz - auch wenn die das natürlich nicht zugibt. Wir haben Reaktionen von Swisscom und Orange. Ausserdem haben wir nachgefragt, wieso bestehende Sunrise-Kunden ihre Nummern nicht übernehmen dürfen.

blue_quad von Hannes Weber und Fabian Vogt (06.09.2012)

Unlimitiert in alle Schweizer Netze telefonieren, SMS schreiben und im Web surfen – und das für nur 49 Franken im Monat. Die neue Flatrate Sunrise24.ch hat es in sich, auch wenn Kunden dafür einige Einschränkungen akzeptieren müssen. Das neue Abo wird z.B. ausschliesslich online bestellt und verwaltet, auch der Kundendienst findet im Internet statt.

Das sagt die Konkurrenz

Swisscom und Orange sehen sich durch das neue Sunrise-Abo nicht bedroht - zumindest sagen sie das sovergrößenSwisscom und Orange sehen sich durch das neue Sunrise-Abo nicht bedroht - zumindest sagen sie das so Der Telekommunikationsriese Swisscom, der erst vor knapp 100 Tagen seine «Abos der Zukunft» vorstellte, ist nun also bereits wieder gefordert. Mediensprecher Carsten Roetz sieht das allerdings anders: «Die Angebote sind schwer vergleichbar. Das Sunrise-Angebot ist ein reines Onlineangebot, ausserdem sind weder ein vergünstigtes Mobiltelefon noch Telefonie im und ins Ausland inbegriffen.» Zudem sei die Hotline bei Swisscom kostenlos und Swisscom habe das beste Netz, sagt Roetz. Er verweist auch auf das «infinity XS»-Abo von Swisscom, das mit 59 Franken im Monat praktisch gleich teuer ist. «Für viele Kunden ist dieses Angebot absolut ausreichend», sagt der Sprecher. Allerdings liegt die Downloadgeschwindigkeitsbegrenzung dieses Abos bei 0,2 Mbit/s, jene des Sunrise-Angebots bei 7,2 Mbit/s. Und am Ende wird es den Kunden nicht interessieren, ob er für die Hotline zahlen oder ein Gerät teurer kaufen muss, der Preisunterschied in den - durchaus vergleichbaren - Angeboten macht dies mehr als wett. Swisscom ist also tatsächlich gefordert.

Ähnlich klingt es bei Orange. Wie Mediensprecherin Therese Wenger auf Anfrage per E-Mail schreibt, kann das Sunrise.24.ch-Angebot nicht mit dem Orange-ME-Angebot verglichen werden (aktuell 89 Franken pro Monat für unlimitiertes Telefonieren und SMS, 1GB surfen). Denn dieses «bietet unter anderem freie Wahl und Kombination der einzelnen Dienste Telefonieren, SMS, Surfen sowie der Zusatzoptionen (z.B. Lieblingsnummern, My Group etc.) ab 10 Franken.» Zudem gelten Gesprächsminuten auch in die USA und andere Länder Europas und die maximal verfügbare Surfgeschwindigkeit liege bei 42 Mbit/s für alle Angebote. Wenger fügte noch an, dass Orange «wie immer den Markt beobachtet und die Angebote gegebenenfalls anpasst».

Keine Rufnummernübernahme für Sunrise-Kunden

Nicht wirklich nachvollziehbar ist die Entscheidung von Sunrise, die Rufnummernübernahme zwar Neukunden zu ermöglichen, nicht aber Bestandskunden, die gerne auf das neue Sunrise24.ch-Abo wechseln möchten.

Auf Anfrage liess Sunrise-Sprecher Tobias Kistner verlauten, bestehende Sunrise-Kunden würden bereits die Vorzüge eines herkömmlichen Abonnements (Kundenservice über alle Kanäle, Optionen etc.) geniessen. Das mag sein, dennoch gibt es sicherlich Kunden, die zugunsten eines tieferen Abopreises gerne bewusst auf diese Vorzüge verzichten würden.

Sunrise meint dazu: «Sunrise24.ch positioniert sich als Einsteigerangebot und spricht die Zielgruppen an, die an kurzfristigen Abo-Laufzeiten und an aufs Nötigste reduzierten Services interessiert sind.» Offenbar geht man bei Sunrise davon aus, dass von der bestehenden Kundschaft niemand dieser Zielgruppe angehört.



     


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