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365 Franken: Fernsehabgabe sinkt auf einen Franken pro Tag

Gegenwärtig beträgt die Empfangsgebühr für Radio und Fernsehen 451 Franken im Jahr. An einer Sitzung hat der Bundesrat nun die Höhe und das Datum für die neue Abgabe festgelegt.

von Simon Gröflin 19.10.2017

Ab 2019 soll jeder Schweizer Haushalt 365 Franken pro Jahr für die Radio- und Fernsehgebühren bezahlen. Das hat der Bundesrat an einer Sitzung beschlossen. Gegenwärtig beträgt die Empfangsgebühr 451 Franken im Jahr. Bezahlen müssen diese Gebühr jedoch nur Haushalte, die Empfangsgeräte besitzen. Bewohner eines Kollektivhaushalts, also beispielsweise eines Alters- und Pflegeheims oder einer Studenten-WG, müssen künftig keine individuelle Gebühr mehr bezahlen. In diesem Fall werden dem Haushalt pauschal 730 Franken in Rechnung gestellt. Personen, die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV erhalten, sind weiterhin von der Abgabe befreit.

Laut dem Bundesrat müssen drei Viertel der Schweizer Unternehmen keine Billag mehr bezahlen. Unternehmen müssen nach den neuen Regeln keine Empfangsgebühr mehr entrichten, wenn sie weniger als 500'000 Franken Jahresumsatz erwirtschaften. Für Firmen mit einem Jahresumsatz von weniger als einer Million Franken, wird derselbe Tarif gelten wie für Haushalte, die ab dem 1. Januar 2019 jährlich 365 Franken bezahlen.

Am 4. März 2018 werden die Schweizerinnen und Schweizer ausserdem über die No-Billag-Initiative abstimmen, bei der es um die Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren geht. Parlament und Bundesrat propagieren die Ablehnung der Initiative.

Tags: Schweiz

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